Vor Ort in Marburg
Philipps-Universität Marburg · Lahntor 3
Anmeldung bis 28. Oktober 2026
Vor Ort anmeldenAktuelle medizinische und pharmazeutische Perspektiven auf Frauengesundheit – für die Beratung, die Arzneimitteltherapiesicherheit und die Apotheke vor Ort.
Für die Teilnahme vor Ort und online ist jeweils eine separate Anmeldung erforderlich.
Frauengesundheit begegnet uns immer häufiger. Und sie stellt die pharmazeutische Versorgung vor besondere Fragen.
Wie ist ein Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit einzuordnen? Welche Bedeutung haben Hormone, Körperzusammensetzung und Lebensphase für Arzneimittelwirkung und Nebenwirkungen? Und wann braucht es eine weiterführende ärztliche Abklärung?
Die 115. ZFB verbindet medizinische und pharmazeutische Perspektiven. Im Mittelpunkt steht eine geschlechtersensible Betrachtung von Arzneimitteltherapie und Versorgung – von der Primärversorgung und Selbstmedikation bis hin zur modernen gynäkologischen Onkologie.
Die Apotheke vor Ort ersetzt keine ärztliche oder spezialisierte Behandlung. Sie kann aber dazu beitragen, Arzneimittel sicher anzuwenden, Risiken früh zu erkennen und bei weiterem Abklärungsbedarf an die richtige Stelle zu verweisen.
Wir freuen uns auf die persönliche Begegnung in Marburg. Falls Ihnen die Anreise an diesem Tag nicht möglich ist, können Sie das gesamte Fachprogramm auch einfach und unkompliziert via Live-Stream verfolgen.
Anmeldung bis 28. Oktober 2026
Vor Ort anmeldenAnmeldung bis 12. November 2026
Online anmeldenDie Teilnahme ist kostenfrei. Für beide Teilnahmeformen ist jeweils eine separate Anmeldung erforderlich.
Ein Nachmittag mit fachlicher Tiefe, konkretem Apothekenbezug und unterschiedlichsten Perspektiven auf das Thema "Frauengesundheit".
Welche Rolle kann die Apotheke in einer geschlechtersensiblen Primärversorgung übernehmen?
Wann werden Hormone, Körperzusammensetzung und Lebensphase für die Arzneimitteltherapie relevant?
Besonderheiten bei Symptomatik, Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen.
Sicher beraten bei häufigen Beschwerden in Schwangerschaft und Stillzeit.
Aktuelle Entwicklungen bei Mammakarzinom und Ovarialkarzinom fachlich einordnen.

Frauengesundheit ist kein Nischenthema – sie betrifft die Hälfte der Bevölkerung und gehört endlich auf die gesundheitspolitische Agenda. ABDA-Vizepräsidentin Dr. Ina Lucas beginnt die Veranstaltung mit der Frage, welche Rolle die Apotheke in einer geschlechtersensiblen Primärversorgung übernehmen kann, auch aus berufspolitischer Sicht. Im Fokus stehen Zugänglichkeit, Prävention, Früherkennung, Wechseljahre, Verhütung und Arzneimitteltherapiesicherheit.
Take-aways: niedrigschwellige Orientierung · Apotheke als Gesundheitsort · neue Versorgungskompetenzen sinnvoll einordnen
Kurzvita: Dr. Ina Lucas ist Apothekerin, Unternehmerin, berufspolitische Gestalterin und seit 2025 Vizepräsidentin der ABDA. Sie setzt sich insbesondere für Prävention, neue pharmazeutische Leistungen, interprofessionelle Zusammenarbeit und eine stärkere Nutzung pharmazeutischer Kompetenz im Gesundheitswesen ein.

Die Gendermedizin betrachtet die unterschiedlichen Auswirkungen von Geschlecht und sozialem Rollenverhalten auf Gesundheit und Krankheit. Der Vortrag von Dr. Dirk Keiner ordnet ein, wann Geschlecht, Hormone, Körperzusammensetzung und Lebensphase für Arzneimittelwirkung, Nebenwirkungen und Arzneimitteltherapiesicherheit relevant werden können und zeigt dabei die pharmazeutischen Möglichkeiten im Medikationsmanagement auf.
Take-aways: individuelle Therapieentscheidungen · mehr Daten für die richtige Behandlung · Versorgung evidenzbasiert reflektieren
Kurzvita: Dr. Dirk Keiner ist seit 2025 Leiter der Apotheke sowie des Logistikzentrums des St. Georg Klinikums Eisenach. Er befasst sich mit Genderpharmazie, Arzneimitteltherapiesicherheit und der Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Versorgung.

PD Dr. Laura Rottner beleuchtet geschlechtersensible Besonderheiten bei Herzrhythmusstörungen – von der Symptomatik, über die Diagnostik bis hin zur medikamentösen und interventionellen Therapie. Sie zeigt außerdem auf, wie das Frauenherzrhythmuszentrum am Universitätsklinikum Frankfurt eine spezialisierte Versorgung von Patientinnen in unterschiedlichen Lebensphasen ermöglicht.
Take-aways: Symptome differenziert wahrnehmen · Diagnostik einordnen · Therapieentscheidungen verständlich begleiten
Kurzvita: PD Dr. med. Laura Rottner ist seit Januar 2026 geschäftsführende Oberärztin am Universitären Herz- und Gefäßzentrum Frankfurt. Sie leitet zudem das Frauenherzrhythmuszentrum des Universitätsklinikums, mit einem besonderen Fokus auf die geschlechterspezifische Betreuung von Patientinnen mit Herzrhythmusstörungen.

Häufige Beschwerden in der Selbstmedikation verlangen in Schwangerschaft und Stillzeit eine besonders sorgfältige Einordnung. Im Mittelpunkt des Vortrages von Frau Dr. Eleanor Hüttel stehen problematische Medikationen geeignete Empfehlungen im Rahmen der Selbstmedikation zu den Themen Übelkeit/Erbrechen, Allergie, Schmerzen, Erkältungen sowie belastbare Informationsquellen.
Take-aways: Risiken erkennen · Empfehlungen sicher auswählen · Informationsquellen gezielt nutzen
Kurzvita: Seit 2010 ist Dr. rer. medic. Eleanor Hüttel als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité Universitätsmedizin Berlin angestellt und promovierte 2017 zum Thema “Analyse des embryotoxischen Risikos einer mütterlichen Therapie mit dem Vitamin-K-Antagonisten Phenprocoumon in der Schwangerschaft“ an der Charité Universitätsmedizin Berlin. Ihr Aufgabenschwerpunkt ist die Bewertung und Risikoeinschätzung zum Thema Arzneimitteltherapie in Schwangerschaft und Stillzeit.

Ovarialkarzinom und Mammakarzinom gehören zu den häufigsten malignen Erkrankungen der Frau und stellen aufgrund ihrer unterschiedlichen biologischen Eigenschaften besondere Herausforderungen in Prävention, Diagnostik und Therapie dar. Der Vortrag von Frau Dr. med. Morva Tahmasbi Rad gibt einen Überblick über Epidemiologie, Risikofaktoren, Diagnostik und aktuelle Therapieoptionen. „High-End-Therapie“ wird dabei fachlich, nicht werblich verstanden.
Take-aways: Iinzidenz und Risikofaktoren kennen · Moderne Therapieoptionen verstehen · Entwicklungen für die Praxis einordnen
Kurzvita: Dr. med. Morva Tahmasbi Rad ist Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe und seit 2021 auf Gynäkologische Onkologie spezialisiert. Seit 2022 ist sie als Leitende Oberärztin am Universitätsklinikum Frankfurt tätig. Zu ihren Schwerpunkten zählen die gynäkologische Onkologie, minimalinvasive und roboterassistierte Chirurgie sowie die operative Therapie der Endometriose.

Vor 70 Jahren, 1955, wurde die Landesapothekerkammer gegründet, oder besser, wiedergegründet, denn bereits seit 1923 bestand eine Apothekerkammer in Hessen. Der Rückblick von Dr. Axel Helmstädter ordnet die Geschichte und Entwicklung der Landesapothekerkammer Hessen ein. Das Jubiläum bildet den historischen Rahmen für die Frage, wie sich pharmazeutische Versorgung weiterentwickelte und noch immer entwickelt.
Take-aways: Kammergeschichte verstehen · Verantwortung historisch einordnen · Zukunft aus Erfahrung gestalten
Kurzvita: Prof. Dr. Axel Helmstädter lehrt und forscht am Institut für Geschichte der Pharmazie der Philipps-Universität Marburg. Er studierte Pharmazie in Freiburg, erlangte die Approbation 1985 und wurde 1988 in Heidelberg mit einer pharmaziehistorischen Arbeit promoviert. 2013 wurde er an der Goethe Universität Frankfurt und 2022 in Marburg zum außerplanmäßigen Professor ernannt. 2018 bis 2022 war er Präsident der Internationalen Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie.
Die Veranstaltung wird von Prof. Dr. rer. nat. Dieter Steinhilber und Dr. rer. nat. Nils Keiner moderiert.
Die Veranstaltung steht im Zeichen von drei besonderen historischen Bezügen.

Die Kammer wurde 1955 wiedergegründet. Die Delegiertenversammlung konstituierte sich am 19. Januar 1956. Das möchten wir gemeinsam mit Ihnen feiern.

Die Universität feiert 2027 ihr 500-jähriges Bestehen. Das offizielle Jubiläumsprogramm beginnt bereits 2026 und ist schon jetzt sichtbar.

2026 jährt sich die Verleihung des ersten Nobelpreises für Medizin an den Marburger Wissenschaftler Emil von Behring zum 125. Mal. Auch in diesem Jahr wurden wieder 2 deutsche Wissenschaftler mit dem Preis ausgezeichnet.
„Wer an der 115. ZFB teilnimmt, nimmt fachliche Impulse und einen geschärften Blick für die Versorgung von morgen mit. In Marburg verbinden sich dabei Wissenschaft, pharmazeutische Verantwortung und Geschichte auf besondere Weise.“
Ob in der Alten Aula der Philipps-Universität Marburg oder online: Seien Sie dabei, wenn aktuelle Forschung auf pharmazeutische Praxis trifft.
Vor Ort bis 28. Oktober · online bis 12. November · Teilnahme kostenfrei