Eine beeindruckende Fortbildungsveranstaltung der Landesärztekammer Hessen fand am 19.09.2025 in Schloss Oranienstein in Diez an der Lahn mit dem Titel „Zivil-Militärisches Symposium Oranienstein 3.0“ mit verschiedenen Berufsverbänden und Kooperationspartnern statt. Erstmalig zählte auch unsere Landesapothekerkammer Hessen zu diesen Kooperationspartnern, was uns sehr freute. Es war somit eine Selbstverständlichkeit, dass wir als Vorstandsmitglieder und Delegierte, darunter der Präsident Dr. Ude und die Vizepräsidentin Dr. Eckert, Herr Dr. Keiner aus dem Vorstand und Herr LangHeinrich aus unserer Delegiertenversammlung, bei strahlendem Sonnenschein an dieser Veranstaltung teilnahmen.
Der Saal in Schloss Oranienstein war mit ca. 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bis auf den letzten Platz gefüllt. Im Rahmen zahlreicher Kurzvorträge wurden sehr viele, wenngleich unterschiedliche Aspekte einer zivil-militärischen Zusammenarbeit (ZMZ) eines potenziellen Bündnis- bzw. Verteidigungsfall vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Lage diskutiert. Neben strategischer und logistischer Aspekte rund um die Versorgung, den Transport und die Verlegung schwer verletzter Personen, auch in zivile Krankenhäuser, wurde ebenfalls gezielt über medizinische Themen vorgetragen. Dabei wurde sowohl die Chirurgie als auch die Infektiologie näher beleuchtet. Eine besondere Freude für die Landesapothekerkammer war es, dass auch Herr Kollege Uwe Bernd Rose aus Königstein zum Thema Arzneimittellieferengpässe sprechen durfte. Herr Rose hat präzise und gleichzeitig mit der gebotenen Sachlichkeit den Status quo ungeschönt dargestellt. Dabei wurde keinesfalls mit Lösungsvorschlägen gespart, nicht zuletzt auch durch die Darstellung der Rezepturfähigkeiten unserer Apotheken.
Anknüpfend an eine sehr klare Darstellung der ambulanten, medizinischen Versorgungssituation durch Herrn Dr. Hofmeister von der KBV unterstrich Präsident Dr. Ude in der Diskussion, dass alle aufgeführten Probleme und offenen Fragen auch für Apotheken mitgedacht werden müssen, um die Arzneimittelversorgung ebenfalls im Krisenfall stabil halten zu können. Zusätzlich stellte er die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit beider Heilberufsprofessionen heraus.
Im besonderen Fokus dieser Veranstaltung stand das Thema Luftrettung. Neben eines Kurzvortrages dazu, wurde mit drei Hubschraubern eine Rettungsübung von Verletzen vor Ort live vor den Augen der Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt. Kern dieser Vorführung war genau die im Titel der Veranstaltung adressierte zivil-militärische Zusammenarbeit. An der Übung nahmen sowohl ein militärischer Hubschrauber als auch zwei in der zivilen Luftrettung eingesetzten Hubschrauber teil.
Ein wahrlicher Höhepunkt war die Anwesenheit des Generalinspekteurs der Bundeswehr, der abschließend ein Referat zur militärischen Lage der Bundeswehr in der Bundesrepublik skizzierte.
Wir danken stellvertretend für ihr gesamtes Organisationsteam der Landesärztekammer Hessen Herrn Präsident Dr. Pinkowski und Herrn Oberstarzt d.R. Dr. Jürgens für die Möglichkeit, dass wir uns kooperierend einbringen durften. Es war uns eine große Freude und Ehre, ein Teil dieses Symposiums sein zu dürfen.
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