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Besuch bei Ministerin Heike Hofmann in Wiesbaden

v. l. n. r. Dr. Nojan Nejatian, Heike Hofmann, Dr. Christian Ude

Wiesbaden, 13. August 2025 - Dr. Nojan Nejatian, Delegierter der Landesapothekerkammer Hessen und Dr. Christian Ude, Präsident der Landesapothekerkammer Hessen haben am 13. August mit der Hessischen Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales in Wiesbaden in ihrem Ministerium über den Fachkräftemangel in unseren Apotheken und die Integration ausländischer Apothekerinnen und Apothekern gesprochen. 

Ausgangspunkt dieses Treffens ist die Tatsache, dass in den Apotheken sowohl Apothekerinnen, als auch PTAs und PKAs fehlen und viele Apotheken ihre freien Stellen nicht besetzen können. Die Pharmazie folgt einem größeren Trend, wonach Naturwissenschaften bei der Berufswahl junger Menschen weniger attraktiv zu sein scheinen, als das noch vor einigen Jahren der Fall war. Es wird in Zukunft darauf ankommen, den Apothekerberuf durch politische Maßnahmen (Honorar, Entbürokratisierung usw.) attraktiver zu gestalten, aber auch die Inhalte und Vorzüge dieses Berufsfeldes offensiver darzustellen. „Wir gehören zu den freien Berufen. Man studiert einen Beruf – das ist sehr wertvoll und unterscheidet zu anderen Studiengängen“, führt Dr. Christian Ude. Außerdem gibt es ein Format „Apotheke macht Schule“, was durch die Landesapothekerkammer Hessen allen Schulen angeboten wird. Frau Ministerin Hofmann begrüßt dieses Angebot und wird es innerhalb der Hessischen Landesregierung an die zuständigen Ministerien und auch in ihren eigenen Gremien weitergeben. 

Ein flächendeckendes Apothekennetz ist jedoch nicht nur für eine wohnortnahe Arzneimittelversorgung von Bedeutung, sondern auch als Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor in der Fläche wichtig und wertvoll. Nicht zuletzt, da sich durch die verschiedenen Arbeitszeitmodelle gerade auch für angestellte Apothekerinnen Beruf und Familie sehr gut kombinieren lassen. Frau Ministerin Hofmann unterstrich positiv ihre Wahrnehmung, dass in Apotheken im Vergleich zu anderen Branchen Gleichheit bei weiblichen und männlichen Arbeitnehmern z.B. in Bezug auf Gehälter als auch Verantwortung besteht. 

Auch über die PTA-Schul-Problematik wurde erneut gesprochen, wobei Frau Ministerin Hofmann ihre Unterstützung durch Anfragen an die anderen mit beteiligten Ministerien in Aussicht stellte, wofür Dr. Nejatian als auch Dr. Ude herzlich dankten. 

Abschließend führte Dr. Nejatian nochmals umfangreich aus, dass die Integration ausländischer Kolleginnen und Kollegen in Hessen immer noch stockt und nicht im gewünschten zeitlichen Rahmen abgebildet wird. Einigkeit bestand in der Gesprächsrunde, dass eine Lösung schnellstens gewünscht wird. Frau Ministerin Hofmann hat Dr. Nejatian stellvertretend für alle Betroffenen zugesagt, diese Problematik nochmals auch politisch aufzugreifen.

Ein sehr sympathisches, intensives, mutmachendes Gespräch hat dazu geführt, dass Dr. Nejatian und Dr. Ude das Ministerium sehr positiv verlassen haben. Für die hessischen Apothekerinnen und Apotheker können sich aus den Gedanken und Überlegungen in Bezug auf Arbeitskräfte und Integration ausländischer Kollegen einige gute Ansätze ergeben. Es gibt viel zu tun – für die Politik und den Berufstand.