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Archiv - Presse

Erst Testen, dann Symptome lindern

Corona-Infektion bei Erkältungssymptomen ausschließen

Frankfurt am Main, 18.11.2021 – Husten, Schnupfen, Halsweh – das können Symptome einer harmlosen Erkältung sein. Eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 kündigt sich jedoch mit ganz ähnlichen Symptomen an. Betroffene mit typischen Erkältungsbeschwerden sollten daher vorsichtig sein und auf jeden Fall die Hygieneregeln beachten, um ihre Mitmenschen zu schützen. Hierzu gehören regelmäßiges sorgfältiges Händewaschen, Abstand wahren und eine medizinische Maske tragen. Zur weiteren Abklärung sollte unbedingt ein Schnelltest oder ein PCR-Test durchgeführt werden, erklärt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Patienten erhalten Schnelltests zum Selbsttesten in jeder Apotheke. Einige Apotheken testen auch vor Ort. Ist das Ergebnis positiv, beraten und begleiten die Apothekerinnen und Apotheker die Betroffenen bei den nächsten Schritten.

Vorbeugung hilft nur gegen Erkältungsviren

Gerade in der kalten Jahreszeit steigt das Infektionsrisiko. Die Menschen halten sich öfter in geschlossenen, mitunter unzureichend gelüfteten Räumen auf. Bei Kälte ist die Luft meist trockener, dadurch werden die Schleimhäute nicht ausreichend befeuchtet und sind anfälliger für Infektionen. Sind viele Menschen in der näheren Umgebung infiziert, steigt die Ansteckungsgefahr für alle Arten von Viren und das Immunsystem ist überfordert. Wer sich schützen will, sollte auf engen Körperkontakt wie Umarmungen, Küsse oder auch simple Handschläge verzichten. Zudem müssen Räume immer gut durchlüftet werden. Händewaschen ist generell sinnvoll, doch es muss sorgfältig und wiederholt durchgeführt werden. Da die Viren beim Niesen auf bis zu 160 m/h beschleunigt werden, sollten Patienten entweder in ein Taschentuch oder in die Armbeuge niesen. Zur Vorbeugung gegen eine Infektion mit Erkältungsviren hilft es, das Immunsystem durch eine gesunde Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft zu stärken. Gegen das Coronavirus schützt allerdings nur das unbedingte Einhalten der Hygieneregeln wie Hände waschen, Abstand wahren und Maske tragen und eine Impfung. Auch eine jährliche Grippeimpfung ist im Übrigen dringend zu empfehlen. Was vielen nicht bewusst ist: Auch eine Grippe kann schwere Verläufe mit Todesfolge nehmen, so wie beispielsweise in der Grippesaison 2017/2018 mit 25.000 Toten.

Corona-Infektion ausschließen

Der erste Schritt bei einer Erkältung ist zurzeit immer, eine Corona-Infektion mittels Tests zu Hause oder beim Arzt auszuschließen. Anschließend heißt es, dem Körper Ruhe gönnen. Zur Arbeit zu gehen, ist schon mit einer Triefnase nicht ratsam, immerhin können Erkrankte leicht Kollegen anstecken. Bei Fieber gehört man ins Bett und auch Sport sollte während der Infektionszeit strikt vermieden werden.

Schnell durch die herkömmliche Erkältung kommen

Oft kündigt sich eine Erkältung mit Halsschmerzen an. Durch das Lutschen von Husten- oder Halsbonbons mit pflanzlichen Extrakten aus Eibisch, Spitzwegerich oder Isländisch Moos wird der gereizte Hals beruhigt und Schmerz gelindert. Warme Getränke halten die Mundschleimhäute feucht und fördern den Heilungsprozess. Manch einer leidet so stark unter den Halsschmerzen, dass die klassischen Erkältungsmittel keine ausreichende Linderung verschaffen. Im Beratungsgespräch kann der Apotheker geeignete Alternativen empfehlen. In der Apotheke vor Ort können sich Patienten beraten lassen, was zu ihnen passt und was ihnen guttut. Je nach Krankheitsgeschichte und individuellen Vorlieben eignen sich übrigens auch Kombinationen von Pflanzen und Kräutern.

Warum der Hustenreflex sinnvoll ist

Sind die Erkältungsviren erst einmal in die Schleimhaut der Bronchien vorgedrungen, können sie Entzündungen auslösen. Der Körper wehrt sich dagegen und bekämpft diese durch die vermehrte Bildung von Schleim. In den ersten Tagen einer Erkältung ist dieser oft sehr zäh und führt zu hartnäckigen Hustenattacken. Durch die Einnahme von schleimlösenden Hustenmitteln wird die Zähigkeit vermindert und das Abhusten erleichtert. Nachts kann ein Hustenstiller den Reizhusten dämpfen und erholsamen Schlaf ermöglichen.

Die Schnupfennase von innen und außen versorgen

Die Nasenschleimhaut bildet die erste Barriere für Erkältungsviren, aber durch Kälte und trockene Luft wird die Befeuchtung der Schleimhaut verringert. Zum Erhalt einer abwehrstarken Nase können befeuchtende Nasensprays mit Meerwasser oder regelmäßige Nasenspülungen verwendet werden. In eine trockene Schleimhaut dringen Krankheitserreger leichter ein und verursachen eine Entzündung. Die Schleimhaut schwillt an und gibt viel Sekret ab: Die Nase läuft und ist verstopft. Abschwellende Nasensprays erleichtern die Atmung, Medikamente mit ätherischen Ölen lindern die Entzündung. Salben mit Dexpanthenol pflegen gereizte Schnupfennasen von innen und außen. 


Pressekontakt der Landesapothekerkammer Hessen:
AzetPR
Andrea Zaszczynski
Wrangelstraße 111
20253 Hamburg 

Telefon: 040 41 327030
andreaz@azetpr.com

 

 

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Der Erkältung natürlich entgegenwirken

Mit der Kraft der Pflanzen den Husten lindern

Frankfurt/Main 14.10.2021
- Herbstzeit, das ist gleichzeitig für viele auch Erkältungszeit. Denn mit dem nasskalten Wetter und den sinkenden Temperaturen steigt die Gefahr, sich anzustecken. Ob nun das Niesen eines Kollegen oder die Haltegriffe in den öffentlichen Verkehrsmitteln, die Erkältungsviren lauern überall und mit ihnen viele unliebsame Folgen wie z. B. Husten. Damit Patienten schnell durch die Erkältung kommen, empfiehlt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, dem Husten frühzeitig mit Pflanzenkraft entgegenzutreten.

Schleimlöser oder Hustenstiller?

Auf der Suche nach Hustenpräparaten muss zwischen Mitteln zum Schleimlösen und jenen zum Stillen des Hustens unterschieden werden. Als Faustregel gilt: Schleimlösende Wirkstoffe werden tagsüber eingesetzt, damit das Sekret abgehustet werden kann. Schleimlöser sind Kräuter wie Thymian, Fenchel, Eukalyptus, Myrte, Pfefferminze und Anis. Hustenstiller sind z. B. Efeu-Blattextrakte. Sie mildern den Hustenreiz. Ist die bronchiale Schleimhaut entzündet, entfalten Efeublätter oder auch Isländisch Moos ihre antientzündliche Wirkung. Auch Zwiebelsaft wirkt hustenstillend und antibakteriell, ist jedoch nicht jedermanns Geschmack. In der Apotheke vor Ort können sich Patienten beraten lassen, was zu ihnen passt und was ihnen guttut. Je nach Krankheitsgeschichte und individuellen Vorlieben eignen sich übrigens auch Kombinationen von Pflanzen und Kräutern. 

Erholung in der Nacht

Oft liegen Erkältungspatienten abends erschöpft im Bett und werden von einem quälenden Hustenreiz wachgehalten. Das ist vor allem zu Beginn einer Erkältung oder gegen Ende, wenn die Atemwege noch gereizt sind, der Fall. Damit Patienten nicht um den für ihre Gesundheit notwendigen Schlaf gebracht werden, sollten sie schnell handeln. Der Apotheker vor Ort empfiehlt für solche Fälle einen Hustenstiller mit Eibisch, Isländisch Moos oder Spitzwegerich in Tropfenform oder als Saft. 

Die Trinkmenge muss stimmen

Bereits im täglichen Leben ist es wichtig, die richtige Menge Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Dies gilt noch einmal ganz besonders, wenn eine Erkältung auskuriert werden soll. Für Hustenpatienten besonders wichtig: Das Sekret muss abgehustet werden. Damit sich der Schleim verflüssigt und damit besser löst, sollte die Trinkmenge stimmen. Hustentees mit den genannten Heilkräutern oder warme Getränke eignen sich besonders gut. Sie befeuchten die Schleimhäute und stärken ihre Schutzfunktion. Auch die Nase braucht befeuchtende Pflege – sie entlastet damit die Bronchien und beugt dem Husten vor.

Geduld gefragt

Ein heftiger Husten verschwindet leider nicht über Nacht. Die Bronchien reagieren noch bis zu acht Wochen überempfindlich, sodass sogar kalte Luft, leichte körperliche Anstrengungen und Autoabgase einen Hustenreiz auslösen können. Auch die Grenzen der Selbstmedikation sollten dabei beachtet werden: Hält der Husten länger als drei Wochen an, ist ein Arztbesuch ratsam.

Immunsystem stärken

Der Kontakt mit Erkältungsviren lässt sich nicht vermeiden, doch es gibt Möglichkeiten, die Infektanfälligkeit zu verringern: frische Luft, Bewegung, ausreichend Schlaf, Saunagänge sowie eine ausgewogene, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung stärken das Immunsystem. Gerade in der Erkältungszeit gilt: häufig und gründlich die Hände waschen. Wer Kontakt mit erkrankten Personen hat, sollte die Hände danach am besten desinfizieren.

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Grippefrei durch die kalte Jahreszeit

Gerade jetzt auch an die Grippeimpfung denken

Frankfurt/Main 22.09.2021 - Wenn die Blätter fallen und der Herbst im Anmarsch ist, sind auch die Grippeviren meist nicht weit. Oft als eine einfache Erkältung angesehen, ist es jedoch wichtig, zwischen einer Erkältung und einer Grippe, auch Influenza genannt, zu unterscheiden. Im Gegensatz zu einem Husten ist eine echte Influenza nämlich nicht einfach eine Erkältungskrankheit, sondern eine ernst zu nehmende Erkrankung, die durchaus schwerwiegende Folgen mit sich bringt. „Um rechtzeitig geschützt zu sein, empfiehlt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, sich jährlich am besten im Oktober oder November impfen zu lassen“, erklärt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Sollte die Impfung in diesem Zeitraum versäumt werden, kann sie allerdings auch im Dezember und zu Beginn oder im Verlauf der Grippewelle nachgeholt werden.

Sollte man sich trotz Corona-Impfung auch gegen Grippe impfen lassen?

Auf jeden Fall! Corona- und Grippevirus sind zwei unterschiedliche Erreger, die beide schwere Erkrankungen mit ernsten Folgen hervorrufen können. Zudem gibt es erste Hinweise darauf, dass eine Grippeimpfung positive Effekte auf einige schwere Folgen von Covid-19 haben könnte. Eine Grippeimpfung ersetzt allerdings auf keinen Fall eine Corona-Impfung! Nur wer sowohl gegen Corona als auch gegen Grippe geimpft ist, schützt sich und andere bestmöglich gegen beide Erkrankungen.

Wie die Grippe übertragen wird

Die überaus ansteckenden Grippeviren werden über Tröpfchen von Mensch zu Mensch weitergegeben. Dabei erfolgt die Übertragung meist durch das Niesen, Husten oder Sprechen. Aber auch über die Hände werden die Viren weitergereicht. Sind diese zum Beispiel mit virushaltigen Sekreten in Kontakt gekommen und berühren anschließend Mund, Nase oder Augen, können die Grippeviren über die Schleimhäute in den Körper eindringen. Deshalb kann die Übertragung auch über verunreinigte Gegenstände wie zum Beispiel Türklinken, Haltegriffe oder Treppengeländer erfolgen.

Wer sich gegen die Grippe impfen lassen sollte

Um einer Infektion vorzubeugen, empfiehlt sich die entsprechende Impfung, denn eine echte Grippe ist kein Spaziergang. Ein positiver Nebeneffekt der Impfung: Man schützt damit auch Mitmenschen, die möglicherweise aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können, aber bei einer Grippe-Infektion besonders sehr gefährdet sind. Dazu zählen unter anderem:

- Menschen, die 60 Jahre und älter sind

- Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel (bei chronischen Grunderkrankungen schon ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel)

- Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung durch ein Grundleiden, wie zum Beispiel chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislauferkrankungen, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Krankheiten wie Multiple Sklerose, angeborene oder später erworbene Störungen des Immunsystems oder eine HIV-Infektion

- Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen,

- medizinisches Personal bzw. Personal in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr

Wirkungen und Nebenwirkungen

Eine Grippeimpfung ist die beste Vorbeugung gegen die Krankheit und damit möglicherweise verbundene Komplikationen. Die meisten bisher zugelassenen Impfstoffe bestehen aus nicht vermehrungsfähigen Virus-Anteilen und können daher eine Influenza nicht auslösen. Ein vollständiger Schutz ist 10 bis 14 Tage nach der Impfung aufgebaut. Allerdings kann es auch bei einer Grippeschutzimpfung zu Nebenwirkungen kommen.

Meist äußern sich diese durch leichte Allgemeinbeschwerden wie Fieber, Gliederschmerzen, Mattigkeit oder auch durch Beschwerden wie Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle, die etwa 1 bis 3 Tage anhalten. Da Grippeimpfstoffe üblicherweise unter Verwendung von Hühnereiern hergestellt werden, kann es bei Allergikern unter Umständen zu einer allergischen Reaktion kommen. Allergiker sollten sich vor einer Grippeschutzimpfung deshalb genau informieren und auf mögliche Alternativen ausweichen.

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Apotheker beraten ausführlich über Impfstoffe

Frankfurt am Main, 11.08.2021 - Seit Ende Dezember 2020 sind die Impfungen gegen das Corona-Virus in vollem Gange. Auch wenn bereits eine hohe Impfquote erreicht worden ist, haben viele Impfberechtigte das Angebot aus verschiedenen Gründen bisher nicht angenommen. Zu groß sind oft die häufig durch Fehlinformationen verursachten Vorurteile gegen eine Impfung. Unter anderem geht bei vielen Impfberechtigten die Angst um, durch eine Corona- Impfung erst recht an Corona zu erkranken. „Diese Gefahr besteht keinesfalls“, bestätigt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, „da lediglich die Baupläne für Virusteile und nicht der Virus an sich an den Körper weitergegeben werden.“

Worin unterscheiden sich die verschiedenen Impfstoffe?

Allgemein gesprochen gibt es zwei verschiedene Arten von Impfstoffen, zum einen mRNA Impfstoffe, wie zum Beispiel die Impfstoffe von Moderna oder Biontech und zum anderen Vektorimpfstoffe. Das mRNA ist eine Art Botenmolekül. Dieses Molekül trägt einen kleinen Teil des Coronavirus, sozusagen die Bauanleitung für das sogenannte Spike-Protein mit sich. Dieses Protein wird vom Corona-Virus genutzt, um sich an gesunde Zellen anzudocken, diese zu befallen und mit dem Virus zu infizieren. Mithilfe der mRNA Bauanleitung stellt der Körper genau dieses Spikeprotein her. Durch die Verabreichung des Impfstoffes erkennt das Immunsystem das Protein als fremd, schlägt Alarm und bildet Antikörper. Anders als von manchen vermutet, kann die im Impfstoff enthaltene mRNA nicht in den Zellkern gelangen und sich somit nicht ins menschliche Erbgut einbauen. Das bedeutet also, dass die menschliche DNA davon nicht betroffen ist und somit auch nicht verändert wird. 

So ähnlich funktionieren auch vektorbasierte Impfstoffe. Diese bestehen aus harmlosen, nicht krank-machenden Vektorviren. Diese wurden so verändert, dass sie in ihrem Erbgut den Bauplan für das SARS-CoV-2-Oberflächenprotein, das Spikeprotein, enthalten. Nach der Impfung dockt der Vektor an die Körperzelle an und lädt den Bauplan ab. Dieser wird in der Zelle gelesen, um anschließend das Zielprotein herstellen zu können. Das Immunsystem bekommt das so hergestellte Spikeprotein sozusagen zur Überprüfung gezeigt und stellt fest, dass es dieses nicht kennt. Danach beginnt es mit der Produktion von Antikörpern, so dass es schließlich in der Lage ist, eine Infektion mit SARS-CoV-2 abzuwehren.

Mit der Reaktion des Körpers auf den Impfstoff gehen auch die üblichen Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schmerzen an der Einstichstelle oder Fieber einher. Der Apotheker oder die Apothekerin vor Ort empfehlen, in diesem Fall zu fiebersenkenden Schmerzmitteln zu greifen. Dies allerdings nur im akuten Fall. Zur Prophylaxe sind Ibuprofen und Co. nicht geeignet, da dies unter Umständen den Impfeffekt mindern könnte. Halten die Schmerzen auch nach der Einnahme an, empfiehlt es sich, einen Arzt zu konsultieren. Außerdem sind Sport und Alkohol bis zu zwei Tagen nach der Impfung ein absolutes Tabu. Dem Körper und dem Immunsystem sollten Zeit gegeben werden, die neuen Informationen zu verarbeiten. Daher lohnt es sich, sich 2 bis 3 Wochen nach der Impfung mit körperlicher Belastung und Alkoholgenuss noch etwas zurückzunehmen und auf den inneren Kompass zu hören.

Ist der Impfstoff sicher?

Um die Sicherheit der verschiedenen Impfstoffe gewährleisten zu können, werden diese in klinischen Studien auf Verträglichkeit, Sicherheit und Wirksamkeit überprüft. Dies geschieht in drei Studienphasen. Vor allem die klinischen Prüfungen der Phase 3 wurden dabei sehr breit angelegt. Die Qualitätsanforderungen im europäischen Zulassungsverfahren sind sehr hoch, damit es möglichst zu keiner Gefährdung der geimpften Personen kommt. Daher finden auch nach Verfügbarkeit eines zugelassenen Impfstoffs Untersuchungen statt, um weitere Informationen zur Sicherheit eines Impfstoffs nach Anwendung in größeren Bevölkerungsgruppen zu erhalten. 

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Reiseapotheke für den Urlaub richtig zusammenstellen

Frankfurt am Main 15.07.2021– Unbehandelt, können Sonnenbrand, Insektenstich und ähnliche Beschwerden den wohlverdienten Urlaub durchaus zu einem Albtraum werden lassen. Aber deshalb die Ferien abbrechen? Die Landesapothekerkammer Hessen rät Patienten deshalb, sich gut auf ihre Urlaubsreise vorzubereiten, damit sie kleinere Probleme schnell selbst in den Griff bekommen.
 
Gemeinsam mit einem Apotheker sollten sich Reisende eine speziell auf sie zugeschnittene Reiseapotheke zusammenstellen. So haben Urlauber alles Notwendige dabei, ohne das Gepäck mit unnützen Medikamenten zu beschweren. In einer guten Reiseapotheke sollten immer Mittel gegen Übelkeit, Durchfall oder Erkältungen sowie Verbandsmaterial enthalten sein. Weiterhin ist die Reiseapotheke immer auf das Urlaubsziel abzustimmen. Vorbeugender Insektenschutz ist ein wichtiger Bestandteil, vor allem wenn der Urlaub an einem See verbracht wird. 

Infektionen durch Insektenstiche oder Zeckenbisse vorbeugen

Nicht nur während des Stechens, sondern auch mit dem danach einsetzenden Kratzen, gelangen Bakterien in die Wunde und können dadurch eitrige Infektionen hervorrufen.  Im schlimmsten Fall, können sich diese über den ganzen Körper ausbreiten.  Hier muss der Arzt feststellen, ob eine Behandlung mit Antibiotika angebracht ist. Ebenso ratsam ist ein Arztbesuch, wenn Wespen oder Bienen empfindliche Körperteile wie Oberlippe, Mund oder Rachen gestochen haben. Daher ist es sehr wichtig – gerade wenn Kinder dabei sind – süße Getränke, Lebensmittel abzudecken und vor dem Essen genau anzuschauen. 

Beispielsweise fällt eine Wespe auf einem Stück Zwetschenkuchen manchmal erst beim zweiten Blick auf. Besonders bei Menschen mit Insektengiftallergien, sei es Bienen- oder Wespengift, ist Vorsicht geboten. Insektenstiche lösen bei Allergikern heftige Reaktionen aus, die in einigen Fällen allergische Schocks nach sich ziehen können. Betroffene Allergiker besprechen es am besten mit dem Hausarzt zu Beginn der Sommersaison und führen stets ein Soforthilfeset mit sich. 

Aber nicht nur Insektenstiche können Wanderern den Urlaub vermiesen, auch vor Zeckenbissen sollten sich Urlauber schützen. Zecken sind nämlich Träger diverser Bakterien und Viren und können mit ihren Bissen Infektionen auslösen. Daher sollte eine Zeckenzange für den Notfall in jede Reiseapotheke gehören. Zur passenden Vorsorge gegen Insektenstiche oder Zeckenbisse, berät der Apotheker vor Ort.

Unabhängig ob es an den Strand oder in die Berge geht, ist der passende Sonnenschutz ein Muss. Wer empfindliche Haut hat, greift dabei am besten zu emulgatorfreien Zubereitungen wie Gelen und Ölen. Jeder Hauttyp hat eine sogenannte Eigenschutzzeit, die mit dem angegebenen Lichtschutzfaktor auf der Packung multipliziert wird. Das Ergebnis zeigt: So lange darf man, gut eingecremt, draußen in der Sonne bleiben. In der Apotheke vor Ort kann nicht nur der Hauttyp ermittelt, sondern auch der richtige Sonnenschutz gefunden werden. 

Ob Sonnencreme oder eine Lotion: Sie sollten nicht erst draußen am Strand oder während des Wanderns aufgetragen werden, sondern schon 30 Minuten, bevor es rausgeht. Als Faustregel gilt: zwei Fingerspitzen des Produkts fürs Gesicht, vier Fingerspitzen für den Arm und bei kurzen Hosen acht Fingerspitzen fürs Bein. Unterwegs wird circa alle zwei Stunden nachgecremt. Es empfiehlt sich, die pralle Mittagssonne besser zu meiden. Auch eine Kopfbedeckung oder Shirts, Blusen, Hemden mit längeren Ärmeln sind hilfreich. Für den Schutz der Augen ist eine Sonnenbrille mit zertifizierten Gläsern sowohl für den Strand wie auch die Berge ein Muss. Doch auch im Schatten oder an bewölkten Tagen kann ein Sonnenbrand drohen, daher sollte man sich auch schützen.

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Den Sommerleiden ein Schnippchen schlagen

Gesund durch den Sommer

Frankfurt am Main, 22.06.2021 – Sommer, Sonne, Sonnenschein. Endlich ist die schönste Zeit des Jahres da! Doch auch im Sommer lauern Gefahren für die Gesundheit und die Wärme kann den Körper belasten. Sonnenbrand, schwere Beine oder Heuschnupfen machen jetzt vielen Urlaubern und Daheimgebliebenen zu schaffen. Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, verrät, wie man gut durch die wärmste Zeit des Jahres kommt. 

Hilfe bei geschwollenen Beinen

Die hohen Temperaturen sorgen bei vielen Menschen für schwere Beine und geschwollene Knöchel. Durch die Wärme erweitern sich die Blutgefäße, die Venenklappen funktionieren nicht mehr richtig, das Blut staut sich. Dies betrifft vor allem Raucher, Schwangere, Übergewichtige, ältere Menschen oder auch Patienten, die bei ihrer Arbeit wenig Bewegung bekommen, wie etwa im Homeoffice. Um geschwollenen Füßen vorzubeugen oder sie zu behandeln, lohnt sich ein Besuch in der Apotheke vor Ort. Apotheker empfehlen in solchen Fällen gerne Präparate, die die Venenfunktion unterstützen, wie Rotes Weinlaub oder Rosskastanie als kühlende Gels zur Linderung. Vorbeugend wirken Kompressionsstrümpfe immer wieder zwischendurch und vor allem abends regelmäßig die Beine hochzulegen. 

Den passenden Sonnenschutz finden

Im Urlaub sind sie selbstverständlich, im eigenen Garten oder bei der Arbeit im Freien werden sie oft vergessen: geeignete Sonnenschutzpräparate. Auch im Schatten sollte die Kraft der Sonne nicht unterschätzt werden. Der richtige Lichtschutzfaktor ist hier entscheidend. In der Apotheke vor Ort kann man sich zum passenden Mittel beraten lassen. Der Apotheker bestimmt dabei zunächst den Hauttyp und fragt, für welche Aktivität der Sonnenschutz benötigt wird bzw. für wen er gedacht ist. Kinder brauchen in der Regel speziellere Sonnenschutzpräparate als Erwachsene, da ihre Haut sensibler und sonnenempfindlicher ist. Sollte es bereits zu einem schmerzhaften oder unangenehmen Sonnenbrand gekommen sein, empfehlen Apotheker unter anderem Brandgele oder After-Sun-Präparate mit Inhaltsstoffen wie Aloe Vera, Dexpanthenol oder Vitamin E. Bei einem Sonnenstich hilft es, den Kopf erhöht zu lagern oder den Nacken mit feuchten, kühlen Tüchern zu bedecken. 

Erste Hilfe bei Salmonellen

Sonniges Wetter lädt regelrecht zum Grillen ein. Bei warmen Temperaturen sollte dabei besonderes Augenmerk auf die Küchenhygiene gelegt werden. Über die Wärme freuen sich nämlich auch Salmonellen. Die krankmachenden Darmbakterien sind unter anderem in Fleisch, Eierspeisen oder Mayonnaise zu finden und vermehren sich bei warmen Temperaturen umso schneller. Grillfreunde können Infektionen vermeiden, indem sie das Steak oder die Bratwurst immer gut durchbraten. Reste sollten möglichst schnell kaltgestellt und bald verbraucht werden. Sollten trotz aller Vorsicht die Salmonellen einmal zuschlagen, lohnt sich eine Beratung in der Apotheke vor Ort, um das passende Präparat zu finden. Apotheker empfehlen die passenden Medikamente, um den Durchfall zu stoppen und die verloren gegangenen Mineralstoffe wieder aufzufüllen. 

Gewitter im Kopf

Hitze und Gewitterstimmung begünstigen bei vielen Menschen Kopfschmerzen oder Migräne. Über das individuell passende Schmermittel oder ggf. ein speziell gegen Migräneschmerzen gerichtetes Medikament sowie mögliche unterstützende Maßnahmen berät der Apotheker. Leiden sie zusätzlich unter starker Übelkeit, kann der Arzt einen lindernden Wirkstoff verschreiben. Er wird zusätzlich zu dem ausgewählten Schmerzmittel verabreicht. Wann und wie diese Präparate am besten eingenommen werden, erklärt der Apotheker vor Ort. 

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Schlaflos, und nun?

Schlafmittel nicht dauerhaft einnehmen

Frankfurt am Main, 18.05.2021 – Rund 25 Prozent aller Hessen leiden, so hat es der DAK-Gesundheitsreport ermittelt, unter Schlafproblemen. Bevor wieder eine schlaflose Nacht droht, scheint es für viele Betroffene naheliegend zu sein, ein Schlafmittel einzunehmen. „Keine Dauerlösung, denn schlaffördernde Medikamente sollten nur über einen kurzen Zeitraum eingenommen werden,“ warnt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Die Präparate beheben die Ursachen der Schlafprobleme nicht und können außerdem zu Abhängigkeiten führen. Hilfe gibt es in der Apotheke vor Ort: Die Arzneimittelfachleute können zu sanften Mitteln wie ausgleichenden Phytopharmaka und Schlafhygiene beraten sowie Betroffene kompetent unterstützen, sollte sich bereits eine psychische und physische Abhängigkeit von Schlafmitteln eingeschlichen haben.

Schlaf ändert sich mit dem Alter

Nacht für Nacht wiederholt sich bei der normalen und sogenannten Schlafarchitektur ein Zyklus aus Non-REM-Phase, Einschlafphase (Stadium N1), stabilem Schlaf (N2), Tiefschlaf (Slow-Wave-Schlaf) und REM-Schlaf (Stadium R). Jeder Zyklus dauert circa 90 bis 110 Minuten. Mit der Zahl der durchlaufenden Zyklen innerhalb einer Schlafperiode nimmt der Anteil des Tiefschlafs kontinuierlich ab und der Anteil des REM-Schlafes zu. Die Abfolge der einzelnen Schlafstadien ergibt das Schlafprofil (Hypnogramm). Außerdem lassen sich alterstypische Schlafprofile definieren – und damit auch ein möglicherweise verändertes Schlafbedürfnis.

Schlafstörung – oder doch nicht?

Schlafstörungen sind subjektiv empfundene oder objektiv beobachtete Abweichungen vom normalen Schlaf. Sie können sich in Ein- und Durchschlafstörungen, Müdigkeit oder eine übermäßige Schläfrigkeit äußern. Das kann die Lebensqualität und das Leistungsvermögen auch im Beruf der Betroffenen beeinträchtigen und ein Gefühl von Unzulänglichkeit und Unsicherheit hervorrufen. Von einer kurzzeitigen Schlafstörung ist die Rede, wenn die Probleme weniger als drei Monate andauern. Alles darüber hinaus wird als Langzeitschlafstörung bezeichnet, die auch über Jahre immer wiederkehren kann.

Rezeptfreie Schlafmittel: Grenzen der Selbstmedikation

Kurzfristig können schlaffördernde Präparate, die auch ohne Rezept in der Apotheke erhältlich sind, die Einschlaf- und Durchschlafschwierigkeiten lindern. Parallel sollten Betroffene auch die eigene Schlafhygiene auf den Prüfstand stellen. Zudem können Entspannungstechniken oder Phytopharmaka wie Baldrian helfen, die Nachtruhe mittelfristig wiederherzustellen. Geduld ist gefragt: Die ausgleichende Wirkung von Baldrian tritt oft erst nach zwei bis vier Wochen ein. Bessert sich das Schlafproblem nicht, sollten Betroffene der Ursache mit Hilfe des Arztes auf den Grund gehen. Auch bestimmte Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Adipositas oder Depressionen, aber auch einige Arzneimittel können Probleme beim Schlafen begünstigen oder nach sich ziehen. 

Verschreibungspflichtige Präparate

Eine kurzfristige potente Hilfe gegen Schlafstörungen sind verschreibungspflichtige Präparate mit Benzodiazepinen sowie Zopiclon und Zolpidem, doch die Einnahme sollte nur über einen sehr begrenzten Zeitraum erfolgen und immer nur in Absprache mit dem Hausarzt. Nehmen Patienten die Mittel länger ein, kann das in eine Abhängigkeit führen – schätzungsweise 1,2 Millionen Menschen in Deutschland sind von Schlafmitteln abhängig. Die weitreichenden Folgen: ein erhöhtes Sturzrisiko, Fahrigkeit, Unkonzentriertheit, Gereiztheit oder Vergesslichkeit. Oft ist die augenscheinliche Verschlechterung der Symptome auch eine Nebenwirkung der Medikamente. 

Apotheker helfen kompetent und diskret

Die Arzneimittelexperten in den Apotheken vor Ort können Betroffene nicht nur rund um passende sanfte Helfer wie Baldrian oder die altersgerechte Schlafhygiene beraten und Tipps zu Entspannungstechniken geben. Mit ihrem Know-how ermitteln die Heilberufler, ob zum Beispiel die eingenommene Medikation für die Schlafstörungen verantwortlich ist. Bei einer möglichen Abhängigkeit kommt dem Apotheker ebenfalls eine wichtige Rolle zu. Durch Gespräche mit dem Betroffenen, auch in Abstimmung mit dem Arzt, können die Apotheker helfen, das Problem bewusst zu machen und beim Ausschleichen der Schlafpräparate unterstützen. Grundvoraussetzung für diesen Erfolg: Der Patient muss mitziehen.

Insomnien: Wenn Schlafprobleme zur Krankheit werden

Insomnie kann zu Müdigkeit am Tage, Gedächtnisstörungen, verminderter Aufmerksamkeit, Antriebsschwäche, Reizbarkeit und sozialem Rückzug führen. Dies kann weitere unerwünschte Folgen für das alltägliche Leben, die Freizeit und die Beziehungen zu anderen Menschen nach sich ziehen. Langandauernde, schwere Insomnien können weitere Erkrankungen hervorrufen. So ist die Wahrscheinlichkeit von Bluthochdruck und Herzinfarkt bei einer Insomnie erhöht. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Schlafmangel auf Dauer zu einer Gewichtszunahme führt und Diabetes fördert. Außerdem haben Insomnie-Patienten und -patientinnen ein erhöhtes Risiko später auftretender psychischer Erkrankungen. Dies betreffen zum Beispiel depressive Episoden oder die Entwicklung von Angststörungen und Abhängigkeiten. Außerdem wurde ein Zusammenhang zwischen Insomnie und Suizidneigung, Suizidversuchen und Suiziden beobachtet. Möglicherweise wird auch Demenz durch Insomnie begünstigt. 

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Susanne Pfeiffer
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Schlaganfall: Risiken mit Hilfe der Apotheke vor Ort minimieren

Am 10. Mai ist Tag des Schlaganfalls

Frankfurt am Main, 27.04.2021 – In Deutschland sind jährlich etwa 270.000 Patienten von einem Schlaganfall betroffen. Die Mehrzahl der Betroffenen ist über 60 Jahre, doch auch jüngere Menschen können einen Schlaganfall erleiden. Genetisch bedingte Risiken wie Herzerkrankungen, einige Migräneformen oder Diabetes lassen sich zwar nicht auslöschen und auch das Alter kann nicht zurückgedreht werden. Doch beeinflussbare Faktoren wie Rauchen, Alkohol, Übergewicht, mangelnde Bewegung oder Bluthochdruck erhöhen das Schlaganfallrisiko, weiß Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Sie rät dazu, sich rechtzeitig vorsorglich in den Apotheken vor Ort beraten zu lassen. Die erfahrenen Heilberufler klären über mögliche Risiken auf, beraten kompetent zum Rauchen entwöhnen oder einer Ernährungsumstellung, bieten Blutdruckmessungen an und unterstützen die Patienten auch bei der Wahl der passenden digitalen Helfer.

Schlaganfall ist nicht gleich Schlaganfall 

Der Schlaganfall ist keine einheitliche Erkrankung. Unter dem Begriff werden mehrere Erkrankungen zusammengefasst, die verschiedene Ursachen haben. Hauptsächlich werden zwei Formen des Schlaganfalls unterschieden: Der „Hirninfarkt“ oder ischämische Schlaganfall entsteht durch den Verschluss einer Arterie durch ein Blutgerinnsel. Meist sind die Gefäßwände bereits vorgeschädigt, verhärtet und durch Ablagerungen verengt. Das Blutgerinnsel kann auch aus der Halsschlagader oder dem Herzen, zum Beispiel durch Vorhofflimmern oder Herzklappenerkrankungen, kommen. Es kann aber auch direkt zum Verschluss einer Hirnarterie durch Gefäßverkalkung kommen. Rund 80 bis 85 Prozent aller Schlaganfälle geht darauf zurück. Von einer Hirnblutung spricht man, wenn ein Gefäß im Gehirn platzt und somit bestimmte Hirnareale nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden. Das kann passieren, wenn die Gefäße durch Bluthochdruck dauerhaft geschädigt wurden.

Gesunder Lebensstil reduziert Schlaganfall-Risiko

Risiken einfach hinnehmen? Das muss nicht sein. Gegen Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte und Bluthochdruck lässt sich einiges tun. Betroffene sollte auf eine gesunde Ernährung umsteigen, zum Beispiel auf die bekannte Mittelmeerdiät mit viel frischem Obst, Gemüse, gesunden Fetten und Fisch. Auch regelmäßige Bewegung ist ein richtiger Schritt, um das Schlaganfallrisiko zu reduzieren. Außerdem sollten der Blutdruck und die Blutwerte regelmäßig kontrolliert werden, um eine negative Entwicklung Richtung Schlaganfall schneller zu erkennen – manche Apotheken bieten neben der üblichen Blutdruckmessung auch eine Bestimmung des Blutfettwerte an. Zigaretten schaden der Gesundheit und auch das Risiko eines Schlaganfalls wird mit jedem Zug erhöht. Nikotinersatzpräparate aus der Apotheke wie Pflaster, Kaugummis oder Spray führen das Nikotin vorübergehend in absteigender Dosis zu und erleichtern den Rauchentzug. Menschen mit genetisch bedingten Risiken wie Thrombose, einer Störung des Fettstoffwechsels oder bestimmten Vorerkrankungen sollten besonders wachsam sein und sich regelmäßig mit ihrem Arzt besprechen. Zur richtigen und konsequenten Einnahme der verordneten Medikation kann die Apotheke vor Ort zuverlässig beraten. 

Anzeichen eines Schlaganfalls

Extreme und plötzlich auftretende Kopfschmerzen, Sprachstörungen oder Lähmungserscheinungen können auf einen Schlaganfall hinweisen. Aber auch taube Körperstellen, Sehstörungen oder Bewusstseinsstörungen können darauf hindeuten. Bemerkt man bei sich oder bei anderen diese Symptome, ist schnelle Hilfe entscheidend. Denn mit jeder Minute, die vergeht, werden Zellen im Gehirn geschädigt. Meist treten nicht alle Symptome auf. Dennoch ist es richtig und wichtig, immer unverzüglich den Notarzt zu rufen.

Besonders schwierig ist es, leichte Schlaganfälle zu erkennen, bei denen die typischen Beschwerden und Ausfallerscheinungen nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Manchmal sind auch Bereiche des Gehirns von der Durchblutungsstörung betroffen, die keine oder kaum direkte Beschwerden zur Folge haben. Die Betroffenen bemerken eine solche Attacke oftmals nicht oder sie führen die Probleme auf andere Ursachen zurück. 

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Susanne Pfeiffer
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Frühjahrsputz in der Hausapotheke

Medikamente haben im Bad nichts verloren

Frankfurt am Main, 13.04.2021
– Alles neu macht der Mai – der Wonnemonat ist schon in greifbarer Nähe. Anlass genug, die Wohnung gründlich auf Vordermann zu bringen. In einem Schwung mit dem Frühjahrsputz lässt sich auch gleich ein Check der Hausapotheke vornehmen. Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, rät dazu, diese mindestens einmal im Jahr durchzusehen und verfallene oder nicht mehr benötigte Präparate auszusortieren. Zuallererst sollten Verbraucher den Ort prüfen. Befindet sich der Medizinschrank in Bad oder Küche, heißt es: umziehen!

Sichere Aufbewahrung im Schlafzimmer

Wo es feucht-warm ist, wie in Küche oder Badezimmer, nehmen Arzneimittel leicht Schaden. Besser bewahrt man sie kühl und trocken auf und schützt sie vor direkter Sonneneinstrahlung. Räume mit konstanter Temperatur, Schlafzimmer oder Flur etwa, sind eine gute Wahl. Sind Kinder im Haushalt, wird am besten ein abschließbares Schränkchen angebracht. Eine Alternative stellt ein Arzneikoffer dar, der sich ebenfalls verriegeln und in den oberen Schrankfächern verstauen lässt.
Bei vielen Medikamenten vereinfacht eine nachvollziehbare Sortierung die Handhabung. So hilft es, auf Beschriftungen zu setzen: Wer auf der Packung vermerkt, wofür er ein Präparat benötigt, wann es genommen werden soll und wann es geöffnet wurde, verschafft sich auch auf längere Zeit einen Überblick. Vom Apotheker erstellte Medikationspläne und hergerichtete Medikamentenboxen schaffen ebenfalls Ordnung.

In den Kühlschrank schauen

Wenn man zu Hause gelagerte Medikamente überprüft, um unbrauchbare Präparate auszusortieren, empfiehlt es sich, auch abseits vom Arzneimittelschrank zu schauen. Teilweise finden sich alte Pflaster in der Küche oder gar im Gartenhaus. Nicht den Blick in den Kühlschrank vergessen, denn hier lagern kühlpflichtige Präparate. Alle abgelaufenen Arzneimittel sind auszusortieren, schon länger angebrochene Packungen sind nur noch eingeschränkt bis gar nicht mehr wirksam oder ihre Verwendung ist risikoreich. Deshalb gehören diese Arzneimittel entsorgt – doch Vorsicht, niemals über Toilette oder Spüle!

Da ein einheitliches System zur Arzneimittelentsorgung schon länger nicht mehr besteht, sollten sich Bürger beim lokalen Entsorger nach der empfohlenen Methode informieren. In Hessen gehören Arzneimittel zum Restmüll, der verbrannt wird. Daher kann man Arzneimittel gut verpackt in den Hausmüll geben. Wichtig ist hierbei, sie so in der Tonne zu deponieren, dass sie nicht in die Hände von Kindern gelangen können. In der Apotheke vor Ort kann man sich jederzeit erkundigen: Apotheken sind nicht verpflichtet,  abgelaufene Medikamente anzunehmen, teilweise wird es jedoch als Service  noch angeboten. Detaillierte Informationen stehen auch unter https://arzneimittelentsorgung.de/home zur Verfügung.

Nummern für den Notfall immer parat

Wenn Verbraucher ihre Hausapotheke wieder aufstocken, sollten sie sich immer individuell von der Apothekerin oder dem Apotheker vor Ort beraten lassen. Zusätzlich zu Schmerzmitteln und anderen Medikamenten gegen häufig auftretende Symptome wie Fieber, Juckreiz, Durchfall oder Verstopfung gehören auch Pflaster in den Medizinschrank. Weitere Verbandmaterialien in unterschiedlichen Ausführungen und eine Verbandschere sind ebenfalls wichtig.

Um in Notsituationen sofort Hilfe zu bekommen, sollten die Notfallnummern 112 und 110 auf einem Zettel gut sichtbar beispielsweise an der Pinnwand oder dem Kühlschrank hängen. Dies mag banal klingen, kann aber unter Stress Leben retten, weiß die Landesapothekerkammer Hessen. Der Apothekennotdienst ist tagesaktuell auf der Homepage der Landesapothekerkammer Hessen abrufbar oder telefonisch unter 0800 / 00 22 833 (kostenfrei aus dem Festnetz) oder unter 22 8 33 (Handy max. 69 ct./min) zu erreichen. Auch die Nummern des ärztlichen Bereitschaftsdienstes sowie des Tag und Nacht erreichbaren Giftnotrufes für Hessen (06131 19240) sollten auf Papier notiert werden.

Pressekontakt der Landesapothekerkammer Hessen:

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Susanne Pfeiffer
Wrangelstraße 111
20253 Hamburg
Telefon 040 / 41 32 70-31
pfeiffer@azetpr.com

 

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Hautirritationen vorbeugen: Maske regelmäßig wechseln

Mund-Nase-Partie richtig pflegen

Frankfurt am Main, 22.03.2021
– Die Corona-Pandemie hat unser Leben im letzten Jahr stark verändert. Ein prägnantes Symbol sind Masken, die in vielen Bereichen getragen werden müssen. Doch ob FFP-Maske oder medizinischer Mundschutz: Durch das Tragen entsteht ein feuchtes Klima im Mund-Nase-Bereich, das unter Umständen Hautirritationen auslösen kann – bei allen Hauttypen. Natürlich sollte keine Maske getragen werden, wenn man zu Hause ist oder beim Spaziergang im Freien, sofern dort keine andere Regelung gilt, rät Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen.

Maskenhygiene beachten

FFP-Masken und medizinische Gesichtsmasken, sogenannte OP-Masken, sind ein wichtiger Bestandteil im Kampf gegen die Pandemie. Partikel, Tröpfchen und Aerosole fliegen durch das Masketragen weniger herum und minimieren damit das Ansteckungsrisiko. Der medizinische OP-Schutz ist mehrschichtig aufgebaut und schützt insbesondere andere Menschen, FFP-Masken (FFP: Filtering Face Piece) dienen dem Eigenschutz. Alle Einmal-Masken, FFP- wie OP-Maske, werden entsorgt und durch eine neue Maske ersetzt, wenn die Maske durchfeuchtet ist beziehungsweise spätestens nach acht bis neun Stunden Tragezeit. Im Umkehrschluss bedeutet das: Ist man den ganzen Tag unterwegs, empfiehlt es sich, immer Ersatzmasken dabei zu haben. So hat man auch Ersatz, falls das Befestigungsgummi reißt.

Hautpflege im Fokus

Das feuchte Klima, das durch das Tragen der Maske entsteht, führt zu Irritationen der empfindlichen Mund-Nase-Partie. Das kann vor allem bei jenen auftreten, die die Maske täglich über einen längeren Zeitraum tragen. Empfindliche Haut neigt vermehrt zu Rötungen und Irritationen, trockene Haut kann noch trockener und fettige Haut vermehrt von Pickeln geplagt werden. Auch die Lippen leiden unter dem feuchten Klima unter der Maske, sie werden spröde und rissig.

Betroffene können jedoch einiges tun, damit sich die betroffene Hautpartie wieder beruhigt. Neben einer guten Maskenhygiene kann eine gründliche Pflegeroutine Abhilfe schaffen. Morgens und abends oder wenn man stark geschwitzt hat, wird die Gesichtspartie mit lauwarmem Wasser und sanften Mitteln gereinigt. Außerdem sollte die Tagescreme auf den eigenen Hauttyp abgestimmt sein, so eignen sich beispielsweise leichtere Formulierungen bei fettiger Haut. Tabu für alle Hauttypen: irritierende, aggressive Produkte. Auch auf Make-up sollte jetzt verzichtet werden. In der Apotheke vor Ort können die Experten wertvolle Tipps zu einer auf den Hauttyp abgestimmten Pflege für Gesicht und Lippen geben. Auch einen Versuch wert: der Umstieg von der FFP-Maske auf einen medizinischen Mundschutz.

Akne: Therapie nicht unterbrechen

Besonders Akne-Patienten leiden durch das Masketragen unter verstärkten Symptomen. Die kompetente Beratung in der Vor-Ort-Apotheke spielt für Akne-Geplagte eine besondere Rolle. Je nach Ausprägung können hier unterschiedliche, für den Betroffenen passende Reinigungs- und Pflegeprodukte empfohlen werden. Eine bestehende Aknetherapie sollte außerdem fortgesetzt werden, weiß die Landesapothekerkammer Hessen. Verschlechtert sich der Hautzustand, ist ein Besuch beim behandelnden Arzt der richtige Weg.


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Apotheker bieten zahlreiche Leistungen in der Pandemiebekämpfung – teilweise werden auch Antigentests durchgeführt

Apotheke vor Ort ist wichtige Säule in der Pandemiebekämpfung

Frankfurt am Main, 04.03.2021
– Die Bedeutung der Coronavirus-Schnelltests als Instrument im Kampf gegen die Corona-Pandemie wächst. Wie gestern in der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen wurde, steht ab nächster Woche jedem Bürger ein kostenloser Schnelltest pro Woche zu. Allerdings dürfen sich die Menschen durch ein negatives Testergebnis nicht in falscher Sicherheit wiegen, gibt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, zu bedenken. „Das Testergebnis ist nur eine Momentaufnahme: Gerade zu Beginn einer Infektion kann die Viruslast für ein exaktes Testergebnis noch zu gering sein. In dieser Phase ist auch die Infektiosität noch niedrig, das kann sich aber innerhalb von 24 Stunden ändern. Daher sollen Schnelltests laut Robert Koch-Institut vor allem dazu genutzt werden, Infektionen nachzuweisen“.
Grundsätzlich kann ein Schnelltest beispielsweise unmittelbar vor einer Veranstaltung oder einem bestimmten Ereignis ein sinnvolles Instrument im Kampf gegen die Pandemie sein. Dennoch ist ein negatives Ergebnis kein Freibrief: Negativ Getestete müssen ihr Ergebnis als Momentaufnahme verstehen und sich weiter an die bestehenden Hygieneregeln halten und beispielsweise auf Abstände achten und die Maske tragen.

Apotheker beteiligen sich an der Pandemiebekämpfung

Die Apotheke vor Ort ist unverzichtbar, das hat die Covid-19-Krise deutlicher denn je gezeigt. „Welchen Stellenwert die Apotheke vor Ort hat und wie hoch das Vertrauen der Bevölkerung in die Arzneimittelexperten ist, verdeutlicht der große Beratungsbedarf, den die Apotheken in diesem Pandemie-Jahr verzeichnen“, sagt Ursula Funke. Die Apotheken vor Ort haben zahlreiche zusätzliche Aufgaben übernommen wie zum Beispiel die riesige logistische Herausforderung der Maskenverteilung. „Die Apotheker unternehmen alles ihnen Mögliche, um die Pandemie zu bekämpfen“. Zahlreiche Aufgaben können jedoch nicht von allen Apotheken zusätzlich zum regulären Apothekenbetrieb angeboten werden können, wie beispielsweise die Herstellung von Desinfektionsmitteln oder das Engagement von Apothekern in den Impfzentren. „Auch in Hessen gibt es Apotheken, die Schnelltests durchführen, allerdings haben nicht alle Apotheken die räumlichen Voraussetzungen hierfür.“ Daher sollten sich Testwillige vorab erkundigen, ob die Apotheke vor Ort die notwendigen räumlichen und personellen Voraussetzungen erfüllt und die Durchführung eines Corona-Schnelltests anbieten kann. „Am besten schaut man auf die Homepage der entsprechenden Apotheke, dort wird man ein Testangebot sicher finden“.


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Heuschnupfen: So kommen Sie gut durch’s Frühjahr

Hilfe für Heuschnupfen-Geplagte

Frankfurt am Main, 02.03.2021 – Jetzt beginnt sie wieder: die unangenehme Heuschnupfen-Zeit. Zwischen 15 und 20 Prozent der Deutschen und damit mindestens zwölf Millionen Menschen leiden unter den Frühblühern Erle, Birke und Hasel und reagieren mit Niesattacken, anschwellender Nasenschleimhaut mit wässrigem Schnupfen, Luftnot sowie geröteten und juckenden Augen. Wie Heuschnupfengeplagte trotz der unangenehmen Symptome gut durch’s Frühjahr kommen, weiß die Landesapothekerkammer Hessen.

Hilfe zur Selbsthilfe

Mittlerweile gibt es viele rezeptfreie Arzneimittel, die Linderung verschaffen und die Symptome des Heuschnupfens lindern. Patienten können entweder zu Augentropfen oder Nasensprays greifen. Zusätzliche Hilfe bietet die abendliche Verwendung einer Nasendusche. Auch kleine Tricks können helfen: Tagsüber schützt eine Sonnenbrille die gereizten Augen, Kühlkompressen wirken abschwellend. Damit die Pollenbelastung zu Hause minimal ist, sollten die Fenster möglichst nicht auf Dauer gekippt werden. Auch ein Pollenschutzvlies am Fenster kann die lästigen Pollen fernhalten. In Städten sollte optimalerweise zwischen circa 6:00 und 8:00 Uhr morgens gelüftet werden, in ländlichen Gebieten zwischen 19:00 und 24:00 Uhr. Und: Waschen Sie Ihre Haare abends, um sie von Pollen zu befreien und nehmen Sie die tagsüber getragene Kleidung nicht mit ins Schlafzimmer. Dann bleibt ihr Schlafzimmer „pollenfrei“. Ein Pollenflugkalender aus der Apotheke informiert über Allergie-auslösende Pflanzen und deren Blütezeiten. Sollte all dies nicht ausreichend helfen und die Symptome akut belastend sein, empfehlen sich kurzfristig kortisonhaltige Nasensprays oder antiallergische Tabletten.

Desloratadin und Levocetirizin – Weiterentwicklung alter Bekannter

Man hat festgestellt, dass das in der Leber aus Loratadin gebildete Desloratadin allergische Symptome noch besser dämpfen kann und auch noch weniger müde macht als das altbekannte Loratadin. Daher gibt es mittlerweile auch Präparate, die direkt Desloratadin als Wirkstoff enthalten.

Beim Levocetirizin verhält es sich ein wenig anders und doch ähnlich. Der Wirkstoff Cetirizin liegt als ein Gemisch aus R- oder Levo- und S-Cetirizin vor. In der Natur, insbesondere bei chemischen Verbindungen, sind solche „Paare“ – man kann sich das wie Bild und Spiegelbild vorstellen – häufig anzutreffen und nicht ungewöhnlich. Oft ist hierbei der eine Teil des Pärchens für den menschlichen Körper besser zu verwerten als der andere. So ist es auch beim Cetirizin-Pärchen. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass Levocetirizin besser gegen die allergischen Symptome wirkt und weniger müde macht als die Mischung aus R- und S-Cetirizin. Daher gibt es inzwischen auch hier Tabletten, die direkt Levocetirizin als Wirkstoff beinhalten.

Selbstmedikation sind Grenzen gesetzt

Tritt der Heuschnupfen zum ersten Mal auf oder kommt Reizhusten als Symptom hinzu, sollten Patienten dringend einen Arzt aufsuchen, damit aus einer Allergie kein Asthma wird. Ohne Behandlung entwickelt sich bei 40 Prozent der Betroffenen innerhalb von acht Jahren ein allergisches Asthma. Fragen Sie Ihre Apotheker*in vor Ort – Sie werden individuell informiert und beraten!


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Gutes Medikationsmanagement schützt die Nieren

Apotheker beraten als Arzneimittelexperten zur sicheren Einnahme

Frankfurt am Main, 02.02.2021
– Ihre Aufgaben sind vielfältig und lebenswichtig: Die Rede ist von den Nieren. Das circa zehn bis zwölf Zentimeter große, paarige Organ bringt tagtäglich Hochleistung und reinigt den Körper beispielsweise von schädlichen Substanzen. Bis zu 300 Mal filtern die Nieren die gesamte Blutmenge des menschlichen Körpers, das entspricht circa 1800 Liter Flüssigkeit – pro Tag. Auch die meisten Arzneistoffe werden über die Nieren ausgeschieden. Mit einem guten Medikationsmanagement können Patienten, die dauerhaft mehrere Arzneimittel einnehmen müssen, auch ihre Nieren schützen, betont Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Sie appelliert, den Umgang mit verordneten, aber auch mit rezeptfreien Medikamenten grundsätzlich nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und sich in der Apotheke vor Ort beraten zu lassen.

Nierenschäden bleiben lange unbemerkt

Die Nieren fungieren nicht nur als „Filterorgan“, sie regulieren auch den Blutdruck sowie den Wasser- und Salzhaushalt. Außerdem bilden sie eine Reihe von lebenswichtigen Hormonen, die unter anderem die Blutbildung und die Aufnahme von Kalzium und Phosphat aus dem Darm steuern. Dass die Nieren beeinträchtigt sind, merken Betroffene oft lange Zeit nicht, denn das Organ warnt nicht mit Schmerzen. Selbst mit eingeschränkter Funktion arbeitet es, allerdings werden Flüssigkeit und Abfallstoffe nicht mehr so gut ausgeschieden. Ein Warnsignal können Wassereinlagerungen, sogenannte Ödeme, in den Beinen sein. Wer unsicher ist, sollte sich rechtzeitig Rat holen. Patienten, die dauerhaft mehrere Medikamente einnehmen, Diabetes-Kranke und Bluthochdruckpatienten sollten besonders gut auf ihre Nieren achten, sie haben ein höheres Risiko für eine Beeinträchtigung. Ist die Nierenfunktion dauerhaft gestört, können eine Dialyse, die sogenannte Blutwäsche, oder eine Nierentransplantation die möglichen Folgen sein.

Medikationsmanagement im Fokus

Ein wichtiger, präventiver Schritt zur Erhaltung der Nierengesundheit kann ein gutes Medikationsmanagement sein, um unerwünschte Neben- und Wechselwirkungen zu minimieren. Voraussetzung für die sichere Pharmakotherapie: Patienten benennen für das Medikationsmanagement tatsächlich alle eingenommenen Präparate. Dazu gehören neben den von verschiedenen Ärzten verschriebenen Medikamenten und den Präparaten, die in der Drogerie oder dem Supermarkt gekauft wurden, auch alle rezeptfreien Arzneimittel.

Gehen an die Nieren: Rezeptfreie Schmerzmittel

Viele schätzen Analgetika wie Paracetamol, Ibuprofen oder Diclofenac, die ohne Verordnung erhältlich sind, als harmlos ein. Doch durch eine falsche Anwendung können Schmerzmittel buchstäblich an die Nieren gehen. Die Landesapothekerkammer Hessen warnt vor einem unkritischen Umgang und empfiehlt, sich zur richtigen Einnahme, insbesondere auch zur Dosierung, in der Apotheke beraten zu lassen. In diesem Gespräch sollte auch festgelegt werden, wie lange eine Selbstmedikation sinnvoll und möglich ist.

Gesunde Ernährung – auch gut für die Nieren

Mangelnde Bewegung, ungesunde Ernährung, Übergewicht: Wohlstandskrankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck nehmen zu, das belastet auch die Nieren. Ein gesunder Lebensstil und eine ausgewogene Ernährung sind auch gut für die Nieren. Auf den Teller gehört eine abwechslungsreiche Kost mit wenig Zucker und Salz, wenig Fleisch sowie wenig tierischen Fetten, jedoch mit vielen Ballaststoffen, Pflanzenfasern, Mineralstoffen und Vitaminen. Mit eineinhalb bis zwei Litern Wasser oder ungesüßten Kräutertees werden die Nieren ausreichend gut durchspült und das Filterorgan bei seiner Arbeit unterstützt.



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