landesapothekerkammer Hessen
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Archiv - Presse

Apothekerin Johanna Hauser wird Mitglied der Geschäftsführung der LAK Hessen

Frankfurt am Main, 23.07.2020 – Johanna Hauser ist schon seit vielen Jahren hauptamtlich bei der LAK Hessen tätig und leitet seit 01.01.2017 den Bereich Pharmazie. Ab 1. August 2020 wird sie stellvertretende Geschäftsführerin der Kammer.

„Mit der Ernennung von Johanna Hauser zur stellvertretenden Geschäftsführerin wird das pharmazeutische Element in der hauptamtlichen Führung gestärkt. Wir freuen uns, dass wir unter der Verantwortung unseres Hauptgeschäftsführers Ulrich Laut mit Frau Hauser das Führungsteam ergänzen. So ist die Kammer bestens aufgestellt, um auch in Zukunft die zahlreichen Aufgaben bestens für unsere Mitglieder zu bewältigen“ so Ursula Funke, Präsidentin der LAK Hessen.

Johanna Hauser wird ihren bisherigen Bereich Pharmazie weiterhin leiten und zusätzliche Aufgaben in der Geschäftsführung übernehmen. „Ich gratuliere Frau Hauser und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit ihr und Frau Pach. Durch Frau Hauser ist die apothekerliche Kompetenz jetzt in der Geschäftsführung verankert,“ erklärt Hauptgeschäftsführer Ulrich Laut.

Die Geschäftsführung der Kammer besteht nun aus dem Hauptgeschäftsführer Rechtsanwalt Ulrich Laut, der Geschäftsführerin Rechtsanwältin Daniela Pach und der stellvertretenden Geschäftsführerin Apothekerin Johanna Hauser.

 

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Gut durch den Hitzesommer kommen

Sieben Hitzetipps


Frankfurt am Main, 23.06.2020 – So schön das hochsommerliche und warme Wetter auf den ersten Blick ist: Die Hitze schlägt vielen auf den Kreislauf, Schwindel und Kopfschmerzen können die Folge sein. Eine schnelle und wirkungsvolle Hilfe bei Kreislaufproblemen: ein kalter Lappen, der auf den seitlichen Hals gelegt wird. Das regt die Blutdruckfühler an und lässt den Blutdruck wieder steigen. Wie man gut durch das nächste Sommerhoch kommt, weiß Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen.


Kreislauf: Verhalten anpassen


Hohe Temperaturen sind für den Kreislauf sehr belastend: Damit der Körper Wärme besser abgeben kann, weiten sich die Blutgefäße – der Blutdruck sinkt. Viele Menschen reagieren dann mit, Schwindel, Unwohlsein, Kopfschmerzen und Übelkeit. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Hitzschlag kommen. Bei hochsommerlichen Temperaturen sollte man besser einen Gang runterschalten und die Mittagshitze möglichst meiden. Ist der Kreislauf „im Keller“, sollten Betroffene die Beine hochlagern – das regt den Kreislauf wieder an. Auch leichte salzige Nahrungsmittel wirken sich positiv auf den Kreislauf aus.


Nicht erst bei Durst trinken


Der Körper besteht zu 50 Prozent aus Wasser, u. a. wird darüber die Körpertemperatur reguliert. Erwachsene sollten täglich rund 1,5 Liter Flüssigkeit, idealerweise Wasser, Saftschorlen oder Teezubereitungen, zu sich nehmen. Bei großer Hitze sollte die Trinkmenge vorsorglich erhöht werden. Denn Flüssigkeitsverluste, zum Beispiel durch Schwitzen, müssen den ganzen Tag über verteilt ausgeglichen werden. Durst ist ein Warnsignal und deutet auf einen bereits vorhandenen Flüssigkeitsmangel hin. Ist es heiß, greifen viele zu eiskalten Getränken. Doch sie kühlen nicht besser ab, im Gegenteil. Die kalte Flüssigkeit muss erst auf Körpertemperatur gebracht werden, das beansprucht den Stoffwechsel und bringt den Körper noch mehr zum Schwitzen.


Schwerstarbeit für die Venen


Bei hohen Temperaturen haben viele mit schweren Beinen und geschwollenen Knöcheln zu kämpfen. Durch die Wärme erweitern sich die Blutgefäße, die Venenklappen funktionieren nicht mehr richtig, das Blut staut sich. Durch die richtige Trinkmenge wird die Fließgeschwindigkeit des Blutes erhöht und das „Schwere-Beine-Gefühl“ vermindert. Auch mit moderater Bewegung lässt sich entgegensteuern: Gerade im Hochsommer ist Schwimmen ideal. Unterwegs wirken eine Abreibung mit kaltem Wasser oder ein Thermal- oder Erfrischungswasser, das fein auf das Gesicht oder die Beine gesprüht wird, wohltuend.


Sonnenschutz: Auch in der Stadt unverzichtbar


Im Urlaub eine Selbstverständlichkeit, im Alltag oft vernachlässigt: Die Rede ist von Sonnenschutzpräparaten. Doch die Sonne darf auch in heimischen Gefilden nicht unterschätzt werden. Dabei hängt die Wahl des richtigen Lichtschutzfaktors vom Hauttyp und den örtlichen Gegebenheiten ab. In der Apotheke vor Ort kann man sich zum passenden Mittel beraten lassen. Eine „Familiensonnencreme“ ist übrigens nicht empfehlenswert: Kinder brauchen spezielle Sonnenschutzpräparate, ihre Haut ist sensibler und sonnenempfindlicher als die der Erwachsenen. Kinderhaut wird am besten mit der 4-H-Regel - Hut, Hemd, Hose und hoher Sonnenschutzfaktor - geschützt.


Sonnenallergie vermeiden


Die Haut juckt, ist gerötet und zeigt Bläschen? Das spricht für eine Sonnenallergie. Lindernde Präparate zum Auftragen aus der Apotheke helfen, das Jucken einzudämmen. Auch feuchte Umschläge oder Kühlaggregate aus der Apotheke wirken lindernd. Auch das Tragen von UV-Schutzkleidung und die Vermeidung der Mittagssonne sind sinnvolle Maßnahmen. Wer eine unangenehme Sonnenallergie umgehen will, kann mit Kalziumpräparaten entgegensteuern. Sie werden ein bis zwei Wochen vor dem ersten Sonnenbad und über die Expositionszeit hinweg eingenommen. Damit kann der Ausbruch einer Sonnenallergie verhindert oder ihr Verlauf zumindest gemindert werden.


Insektenstiche schnell versorgen


Zwar sind Mücken, Wespen & Co. lästig, in der Regel bleiben ihre Stiche aber ungefährlich. Mit einem guten Insektenschutz können die unangenehmen Stiche vermieden werden. Hat es einen dennoch erwischt, sollte der Stich schnell versorgt werden. Am besten eignen sich antiallergische Gels oder Stifte, eventuell auch Sprays oder Cremes mit Kortison. Dadurch werden Rötungen und Juckreiz gemildert und die Gefahr, dass sich der Stich durch Kratzen und Verunreinigungen entzündet, bleibt gering. Unangenehm, aber wirkungsvoll: ein elektronischer Stichheiler. Er aktiviert mit konzentrierter Wärme physiologische und immunologische Prozesse und lindert die Symptome.


Sport? Mit Maß!


Körperliche Aktivitäten sind für den Kreislauf grundsätzlich positiv. Bei hochsommerlichen Temperaturen ist es allerdings besser, die Laufrunde zum Beispiel in die frühen Morgenstunden zu verlegen. Denn abends ist es in der Regel wärmer als am Morgen. Schonend und wirksam zugleich: Regelmäßige Abendspaziergänge, das wirkt sich positiv auf den Kreislauf aus.



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Landesapothekerkammer fordert: Politik muss endlich handeln

Gleichpreisigkeit ist Verbraucherschutz


Frankfurt am Main, 11. Juni 2020 – Die Krise der vergangenen Monate hat verdeutlicht, wie hervorragend die Apotheken vor Ort innerhalb kürzester Zeit auch die Versorgung mit den in Apotheken hergestellten Desinfektionsmitteln flächendeckend auf die Beine gestellt haben, denn industriell hergestellte Desinfektionsmittel waren nicht verfügbar. Dank sehr guter Hygienepläne und Organisation waren praktisch alle Apotheken fortwährend für die Menschen Ansprechpartner vor Ort und haben auch in Krisenzeiten die Arzneimittelversorgung bestens sichergestellt. So wurden, dort wo es möglich war, die Öffnungszeiten an die Bedürfnisse der Kunden angepasst, die Versorgung per Botendienst ausgeweitet und Schutzausrüstung auf eigene Kosten angeschafft oder hergestellt.


Wie sich eine freie Preisgestaltung bei entsprechend knappem Angebot entwickeln kann, hat die Krise allerdings auch gezeigt. Schutzausrüstung wurde in der Anfangsphase der Pandemie überteuert angeboten, selbst systemrelevante Berufsgruppen wurden bei der notwendigen Beschaffung übervorteilt. Ein warnendes Beispiel, das auch bei verschreibungspflichtigen Medikamenten denkbar wäre: Werden sie nicht überall zum gleichen Preis angeboten, droht eine Ungleichbehandlung der Patientinnen und Patienten. Dem soll das Vor-Ort-Apothekenstärkungsgesetz (VOASG) entgegenwirken und die Gleichpreisigkeit bei rezeptpflichtigen Arzneien für den Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sichern. Doch das notwendige Votum der EU-Kommission steht bereits seit Monaten aus. Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, fordert: „Der Bundesgesundheitsminister muss nun endlich handeln, das fordern auch immer mehr Abgeordnete des Deutschen Bundestags. Ist das Apothekenstärkungsgesetz nicht durchsetzbar, muss der jetzt von Gesundheitspolitikern wieder aufs Tapet gebrachte Vorschlag, den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln auf das europarechtlich gebotene Maß zurückzuführen, aus Verbraucherschutzgründen konsequent umgesetzt werden, damit die Gleichpreisigkeit endlich wiederhergestellt wird. Nur durch die ordnungspolitische Unterstützung kann die zuverlässig gewachsene Struktur der Apotheken vor Ort langfristig erhalten bleiben.“


Apotheke tragende Säule des Gesundheitssystems


Die flächendeckende Arzneimittelversorgung durch die Apotheken ist für die Bevölkerung essenziell, das hat die Covid-19-Krise eindrücklich gezeigt und gleichzeitig den Mehrwert der öffentlichen Apotheke – die persönliche Beratung und Betreuung vor Ort – unterstrichen. Strukturen, die von der Politik unbedingt geschützt werden müssen. „Die Apothekenteams stehen den Menschen nicht nur mit ihrem Know-how zur Seite, beraten ausführlich und geben Medikamente ab. Sie gehen auch einfühlsam auf die oftmals verunsicherten Patienten ein und leisten viel Aufklärungsarbeit,“ umreißt Funke das breite Spektrum der Vor-Ort-Apotheke. Zwar war der Druck, der gerade in den letzten Wochen auf den Apothekern lastete, besonders groß. Doch die flächendeckende, wohnortnahe und zuverlässige Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln war und ist sichergestellt. Damit das langfristig so bleibt, muss die Politik endlich handeln.


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Die Apotheke vor Ort ist auch während der Pandemie für Sie da!

Andere Gesundheitsbeschwerden nicht „vergessen“


Frankfurt am Main, 5. Mai 2020 – Niesetikette, Desinfektionsmittel, Schutzmaßnahmen, Kontaktsperre, Lieferengpässe – diese Themen beherrschen seit Wochen unser Leben. Die Corona-Pandemie wirbelt Gewohnheiten und den Alltagsrhythmus durcheinander und zwingt auch zum Erlernen neuer Verhaltensmuster. Darüber darf aber nicht vergessen werden, dass es neben Covid-19 eine Vielzahl weiterer, behandlungsbedürftiger Erkrankungen gibt. „Aus Angst, sich anzustecken, gehen manche Patienten nicht in die Apotheke oder zum Arzt, obwohl dies notwendig wäre“, weiß Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. „Die Apotheken in Hessen sind weiterhin für Sie da und finden auch individuelle Lösungen, wenn Patienten nicht aus dem Haus gehen möchten.“


Besondere Herausforderungen für Apotheken


Abstandsregeln, Arbeitsschutz, Hygienemaßnahmen, all dies beherrscht das Bild auch in den Apotheken. Die Apotheken sind auch in der Pandemie für die Versorgung der Bevölkerung da, daher ist es unerlässlich, dass das Apothekenpersonal so gut wie möglich vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 geschützt ist, führt Funke aus. Die Apothekeninhaber sind gesetzlich verpflichtet, Maßnahmen zum Arbeitsschutz einzuhalten, hinzu kommen die derzeitigen Verordnungen der Landesregierung. Entsprechend haben die meisten Apotheken Vorkehrungen getroffen: Plexiglas-Trennwände, Mund-Nasen-Schutz, Zugangsbeschränkungen und Schichtbetrieb – jede Apotheke sichert im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Versorgung der Bevölkerung. Diese Vorkehrungen und die seit neuestem geltende Maskenpflicht auch für Kunden sind keine Schikane, sondern dienen dem Schutz – sowohl des Apothekenpersonals als auch der Mitmenschen. Vielerorts funktioniert dies problemlos, stellt Funke klar und setzt auf das Verständnis der Bevölkerung.


Erleichterung der Arzneimittelversorgung durch politische Maßnahme


Um die durch Lieferengpässe und Pandemie erschwerte Versorgung sicherzustellen, hat die Politik verschiedene Regelungen getroffen. Dadurch werden auch die Patienten entlastet. Für den Apotheker ist es nun einfacher, bei einer Verordnung auf das Präparat eines anderen Herstellers oder eine andere Packungsgröße zurück zu greifen, ohne Rücksprache mit dem Arzt halten zu müssen oder gar ein neues Rezept zu benötigen, wenn es bei dem verordneten Präparat Lieferschwierigkeiten gibt. In Ausnahmefällen darf der Apotheker nach sorgfältiger Überprüfung und Rücksprache mit dem behandelnden Arzt auch gegen einen Wirkstoff aus der gleichen Wirkstoffgruppe austauschen. Auch darf der Botendienst – ohne Mehrkosten für die Patienten – in weiterem Umfang angeboten werden als bisher. Damit bleiben Patienten unnötige Wege erspart.


Notwendige Medikamente kann Ihnen die Apotheke vor Ort per Boten nach Hause liefern, wenn man zum Beispiel Kranke oder Alte betreut und sich nicht draußen anstecken möchte. Beratung zu verschiedenen Themen kann teilweise auch telefonisch erfolgen. Die Apotheken vor Ort sind weiterhin auch und besonders bei den alltäglichen Belangen für die Menschen da. Grundsätzlich gilt: Aus falscher Scheu sollte man darauf verzichten, sich an den Arzt oder Apotheker zu wenden, wenn gesundheitliche Probleme auftreten.


Gesund bleiben – auch im Homeoffice oder in Freistellung


Der Sportverein, das Fitness-Studio sind geschlossen, der Weg ins Büro – sei es zu Fuß oder mit dem Rad – fällt weg, den Kindern ist langweilig, der Partner genervt: Der sogenannte Lagerkoller trifft jeden und Kreativität ist gefragt. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist wichtig, natürlich darf das Stück Schokolade für die Seele zwischendrin auch mal sein. Spaziergänge, um aus den eigenen vier Wänden zu kommen, sollten regelmäßig auf dem Programm stehen – auch alleine, um den nötigen Abstand von daheim zu finden. Gesportelt werden kann auch zu Hause, zahlreiche Workouts werden im Internet angeboten und gelingen auch ohne große Ausstattung. Wer im Homeoffice sitzt, sollte in Bewegung bleiben, zum Beispiel beim Telefonieren oder einem Gang durch die Wohnung.



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Sars-CoV-2-Pandemie: Apotheker vor Ansteckung schützen

Apotheke vor Ort ist systemrelevant und unverzichtbar


Frankfurt am Main, 20. März 2020 – Die Coronapandemie breitet sich rasant aus, täglich steigen die Zahlen an. In Hessen sind 813 Covid-19-Fälle bekannt (Stand: 20.3.2020) - das sind 131 neue Coronapatienten mehr als am Vortag. Diese steile Krankheitskurve abzuflachen ist das erklärte Ziel, damit das sonst gut funktionierende Gesundheitssystem in Deutschland nicht überlastet wird. „Das öffentliche Leben in Hessen ist bereits stark eingeschränkt, doch die Apotheken vor Ort sind gerade in dieser Krisensituation für die Bürgerinnen und Bürger da“, betont Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Bei Arzneimitteln spielen Qualität, Sicherheit und die fachkundige Beratung eine bedeutende Rolle. Gleichzeitig appelliert Funke an die Umsicht der Menschen: „Es ist essenziell, dass die Apothekenteams bestmöglich vor dem Virus geschützt werden um handlungsfähig zu bleiben“. In dieser Krisensituation ist Verständnis für geänderte Abläufe und auch mögliche Wartezeiten in den öffentlichen Apotheken gefragt.


Abstand halten – auch zum Apotheker


Ärzte und das Pflegepersonal, Apotheker und ihre Teams: Diese systemrelevanten Berufsgruppen sind gerade in diesen Tagen und Wochen unermüdlich im für die Gesundheit der Bevölkerung im Einsatz. So versorgen Apotheker die Menschen zuverlässig und flächendeckend mit Medikamenten und stehen den Patienten „24/7“ zur Seite. Damit Apotheken nicht aufgrund eines Quarantänefalls schließen müssen, ist der Schutz des Berufsstandes von höchster Wichtigkeit. „Jede Apotheke ergreift Maßnahmen zum eigenen Schutz, die je nach Apotheke, Lage und Möglichkeiten unterschiedlich ausfallen“, erläutert Funke. Das kann ein begrenzter Zugang von Personen in die Apotheke sein, das Tragen von Schutzbekleidung und Handschuhen oder ein Glasschutz, durch den das Apothekenpersonal die Patienten berät und versorgt.


Bei Krankheitssymptomen: Bitte draußen bleiben


Wer Krankheitssymptome verspürt, sollte nicht selbst in die Apotheke gehen. Damit wird der Apotheker einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Das gilt auch bei einer banalen Erkältung! Am besten werden gehen jetzt gesunde Familienmitglieder oder Nachbarn zur Abholung der Medikamente in die Apotheke.


Medikamente nicht „hamstern“


Von Hamsterkäufen rät die Landesapothekerkammer Hessen eindeutig ab und empfiehlt, sich nicht über das Maß zu bevorraten. Sollten „gehamsterte“ Arzneien gar nicht verwendet werden und dadurch zu lange lagern, kann die Mindesthaltbarkeit überschritten werden. Die Folge: Die Arzneien müssten weggeworfen werden und stehen an anderer Stelle nicht zur Verfügung, obwohl sie dringend benötigt würden.


Umsichtig sein


Die Apotheken vor Ort haben in den letzten Tagen und Wochen verstärkt zur richtigen Handhygiene beraten. Eigentlich ist sie immer ein „Muss“, jetzt allerdings essenziell. Über die Finger gelangen Viren und Bakterien schnell ins Gesicht und von dort an die Schleimhäute. Die Hände sollten mehrmals täglich 20 bis 30 Sekunden gründlich mit Seife gewaschen werden. Den direkten Kontakt mit „Virenschleudern“ wie Haltegriffen oder Einkaufswagen kann man durch das Tragen von Handschuhen vermeiden. Auch das Einhalten einer so genannten Niesetikette schützt vor Ausbreitung von Viren:


  •       Beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen halten und sich wegdrehen.
  •       In Einwegtaschentücher niesen oder husten, diese nur einmal verwenden und entsorgen (Mülleimer mit Deckel). Stofftaschentücher sollten anschließend bei 60°C gewaschen werden.
  •      Und immer gilt: Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen!
  •      Ist kein Taschentuch griffbereit, sollte beim Husten oder Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase gehalten werden und sich von anderen Personen abwendet werden.



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Coronavirus: Patienten sollten Ruhe bewahren

Auf die Apotheke vor Ort ist immer Verlass


Frankfurt am Main, 6. März 2020 – Gerade in diesen Wochen ist die Apotheke für viele Menschen eine unverzichtbare und wertvolle Anlaufstelle. Sie suchen kompetente Hilfestellung, weil sie selbst nicht einschätzen können, ob das Coronavirus für sie überhaupt riskant ist. Denn mit der Ausbreitung des Virus steigt auch die Verunsicherung. Seit die ersten Verdachtsfälle in Deutschland gemeldet wurden, ist beispielsweise die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln sprunghaft angestiegen, sie werden mittlerweile zu überteuerten Preisen im Internet angeboten. „In diesem Zusammenhang wird deutlich, was passiert, wenn Produkte freie Preise haben. Daher ist es aus Verbraucherschutzgründen richtig und wichtig, dass verschreibungspflichtige Arzneimittel feste Preise haben“ erklärt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Sie betont, dass die Apotheken vor Ort sachkundig beraten, ob und welche Präparate notwendig sind und auf welche Hygienemaßnahmen es ankommt.


Gewachsenes Vertrauen zum Apothekerberuf


Im Alltag sind der Apotheker als Arzneimittelexperte und das hochqualifizierte Apothekenpersonal mit ihrem Fachwissen immer für die Patienten da – und das an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr. Das weiß ein Großteil der Bevölkerung sehr zu schätzen. „Gerade in solchen Situationen zeigt es sich, wie wichtig die flächendeckende Arzneimittelversorgung durch die Apotheke vor Ort ist“ erläutert Funke. „Daher muss die Politik alles dafür tun, diese bewährten Strukturen zu schützen und zu erhalten.“


Medikamente nicht „hamstern“


Manche Patienten sind in der aktuellen Situation so verunsichert, dass sie Arzneimittel regelrecht „hamstern“. Doch gerade bei Medikamenten spielen Qualität, Sicherheit und die fachkundige Beratung eine bedeutende Rolle. Die Landesapothekerkammer Hessen rät von „Hamsterkäufen“ ab und empfiehlt Patienten, sich nicht über das Maß zu bevorraten. Sollten „gehamsterte“ Arzneien gar nicht verwendet werden und dadurch zu lange lagern, kann die Mindesthaltbarkeit überschritten werden. Die Folge: Die Arzneien müssten weggeworfen werden und stehen an anderer Stelle nicht zur Verfügung, obwohl sie dringend benötigt würden.


Umsichtig sein und Ruhe bewahren


Die Apotheken vor Ort beraten in diesen Wochen verstärkt zur richtigen Handhygiene. Eigentlich ist sie immer ein „Muss“, in diesen Wochen jedoch besonders wichtig. Über die Finger gelangen Viren und Bakterien schnell ins Gesicht und von dort an die Schleimhäute. Die Hände sollten mehrmals täglich 20 bis 30 Sekunden gründlich mit Seife gewaschen werden. Den direkten Kontakt mit „Virenschleudern“ wie Haltegriffen in Bus und Bahn kann man durch das Tragen von Handschuhen vermeiden. Auch das Einhalten sogenannter Niesetiketten schützt vor Ausbreitung von Viren:


  • Beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen halten und sich wegdrehen.
  • In Einwegtaschentücher niesen oder husten, diese nur einmal verwenden und entsorgen (Mülleimer mit Deckel). Stofftaschentücher sollten anschließend bei 60°C gewaschen werden.
  • Und immer gilt: Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen!
  • Ist kein Taschentuch griffbereit, sollte beim Husten oder Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase gehalten werden und sich von anderen Personen abwendet werden.

 

Durch frische Luft, Bewegung, ausreichend Schlaf, Saunagänge, eine ausgewogene vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung wird das Immunsystem gezielt unterstützt.



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Landesapothekerkammer Hessen sagt Zentrale Fortbildung ab

Frankfurt am Main, 4. März 2020 – Erstmals in der Geschichte der Zentralen Fortbildungsveranstaltung muss die Landesapothekerkammer Hessen die renommierte Veranstaltung absagen. „Unser Vorstand hat heute entschieden, die ZFB, die am übernächsten Wochenende in Gießen stattfinden sollte, vorsorglich abzusagen“, sagt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Rund 500 bis 600 Apotheker kommen zwei Mal im Jahr in Gießen zusammen, um sich zu einem bestimmten Themenkomplex fortzubilden. „Würde nur einer unserer Teilnehmer positiv auf das Corona-Virus getestet, könnte das für alle eine Quarantäne bedeuten.“ Das Risiko, dass Apotheken wegen eines Quarantänefalls geschlossen werden müssten und darunter die wohnortnahe Arzneimittelversorgung leidet, ist aus Sicht der Kammer zu groß.


Verantwortungsvolle Entscheidung


Die sichere, zuverlässige und wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln steht für die Landesapothekerkammer Hessen immer im Mittelpunkt. „Dieser Verantwortung sind wir uns sehr bewusst, daher ist eine Absage der einzig richtige Weg“, betont Ursula Funke.


Die nächste planmäßige ZFB findet am 14. und 15. November 2020 statt.


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Husten, Schnupfen, Halsweh: Erkältungssymptome gezielt lindern

Frankfurt am Main, 12. Februar 2020 – Der Volksmund bringt es auf den Punkt: Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage. Auch wenn sie sich nicht abkürzen lässt, Erkältungsgeplagte müssen die einhergehenden Symptome nicht einfach aushalten. Halsschmerzen, Husten und Schnupfen lassen sich gezielt lindern, weiß Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Im Beratungsgespräch kann der Apotheker das geeignete Medikament für die Selbstmedikation empfehlen und wertvolle Tipps zur weiteren Symptomlinderung geben. Auch wer unsicher ist, ob es sich „nur“ um eine Erkältung handelt, kann sich beim Apotheker beraten lassen. Als Faustregel gilt: Eine Erkältung beginnt schleichend, die echte Grippe haut Betroffene regelrecht um.

Mit Pflanzenkraft voraus

Oft kündigt sich eine Erkältung mit Halsschmerzen an. Durch das Lutschen von Husten- oder Halsbonbons mit pflanzlichen Extrakten aus Eibisch, Spitzwegerich oder Isländisch Moos wird die Speichelproduktion angeregt und die Beschwerden gelindert. Viel Trinken hält die Mundschleimhäute feucht und fördert den Heilungsprozess. Manch einer leidet so stark unter den Halsschmerzen, dass die klassischen Erkältungsmittel keine ausreichende Linderung verschaffen. Im Beratungsgespräch kann der Apotheker geeignete Alternativen empfehlen. 

Sinnvoller Hustenreflex 

Dringen Erkältungsviren bis in die Schleimhaut der Bronchien vor, können sie eine Entzündung auslösen. Folge: eine erhöhte Schleimproduktion, denn der Körper versucht durch den Hustenreflex, den Schleim aus den Atemwegen abzutransportieren. Tagsüber unterstützt ein schleimlösendes Präparat das Abhusten, zur Nacht sorgt ein Hustenstiller für einen erholsamen Schlaf. Handelt es sich um einen reinen Reizhusten, können auch tagsüber beruhigende Substanzen zum Einsatz kommen.

Schnupfennase von innen und außen versorgen

Beim Schnupfen ist die Nasenschleimhaut entzündet. Kühlt die Nasenschleimhaut durch kalte Außentemperaturen oder Klimaanlagen ab, wird die Beweglichkeit der Flimmerhärchen beeinträchtigt. In der Folge können sie das Nasensekret und die Krankheitserreger, die mit dem Sekret abtransportiert werden, nicht ausreichend in Richtung Nasenausgang befördern. Dadurch kommt es leichter zu einer Infektion der Nasenschleimhaut. Abschwellende Nasensprays, schleimlösende Substanzen mit pflanzlichen Auszügen oder ätherische Öle können Schnupfengeplagten den Alltag erleichtern. Pflegende Nasensalben beruhigen die gereizte, gerötete Haut rund um die Nase.

Nasentropfen gut verteilen

Nachdem die Nase durch sanftes Schnäuzen von Sekret befreit wurde, sollten die Tropfen mit zurückgebeugtem Kopf in das erste Nasenloch eingeträufelt werden. Gleichzeitig durch die Nase einatmen! Sind die Tropfen im Rachenraum angekommen, wird der Kopf nach vorne gebeugt und dann von links nach rechts bewegt. So wird die Lösung gleichmäßig im Nasenraum verteilt. Damit eine Verunreinigung der Pipette von innen vermieden wird, sollte sie mit zusammengedrücktem Saughütchen von der Nasenöffnung entfernt werden. Die vollständig entleerte Pipette wird am besten mit klarem Wasser abgespült oder mit einem sauberen Tuch abgewischt, bevor sie wieder in das Fläschchen eingeführt wird. Im Anschluss das zweite Nasenloch behandeln und die Pipette danach wieder reinigen.

Dosierspray richtig einsprühen

Zunächst wird die Nase sanft ausgeschnäuzt. Damit die Lösung nicht an den Haaren am Naseneingang „hängenbleibt“, unbedingt den Nasenadapter des Sprays ausreichend tief in das Nasenloch einbringen und die Sprühvorrichtung auslösen, danach das zweite Nasenloch versorgen. Nach der Anwendung sollte die Sprühöffnung mit einem sauberen Tuch gereinigt und dann mit der Schutzkappe geschlossen werden.

Wann zum Arzt

Tritt Fieber auf, sind die Beschwerden massiv, besteht eine Schwangerschaft oder wird der Husten nach ein bis zwei Wochen Selbstmedikation nicht besser, sollten Erkältungskranke den Arzt aufsuchen.

Infektanfälligkeit vorbeugen

Auch wenn man den Erkältungsviren nicht ganz aus dem Weg gehen kann: Durch frische Luft, Bewegung, ausreichend Schlaf, Saunagänge, eine ausgewogene vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung wird das Immunsystem gezielt unterstützt. Ein Muss: eine sorgfältige Handhygiene. Gelangen Viren und Bakterien über die Finger ins Gesicht, insbesondere in die Augen und den Mund, hat die Erkältung leichtes Spiel. Daher sollten die Hände mehrmals täglich gewaschen werden. Den direkten Kontakt mit „Virenschleudern“ wie Haltegriffen in Bus und Bahn kann man durch das Tragen von Handschuhen vermeiden – kleine Desinfektionsmittel für die Hand- oder Manteltasche erleichtern eine Handpflege „to go“.


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Rezeptgebühr für verschreibungspflichtige Medikamente

Zuzahlungsbefreiung jetzt für das neue Kalenderjahr beantragen oder Quittungen sammeln

Frankfurt am Main, 03.12.2019
– Damit Patienten, die dauerhaft verschreibungspflichtige Arzneimittel benötigen, nicht übermäßig finanziell belastet werden, gilt eine Höchst- bzw. Belastungsgrenze, bis zu der die Rezeptgebühr geleistet werden muss. Übersteigt der Eigenanteil an allen Zuzahlungen, beispielsweise für Krankenhausaufenthalte oder Physiotherapie, diese Grenzen, können sich Betroffene unter bestimmten Voraussetzungen für das laufende Kalenderjahr bei ihrer Krankenkasse von den Zuzahlungen befreien lassen. Solange die Krankenkasse dem Antrag noch nicht zugestimmt hat, muss der Patient die Zuzahlung jedoch leisten, erläutert Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Wird dem Antrag dann stattgegeben, können geleistete Zuzahlungen, die zum Befreiungszeitpunkt bereits über der Belastungsgrenze lagen, von der Krankenkasse rückwirkend erstattet werden. Für Patienten, die regelmäßig Zuzahlungen über der Belastungsgrenze leisten müssen, ist es auch möglich, den entsprechenden Betrag im Voraus – also noch in diesem Monat – der Krankenkasse zu bezahlen, um dann sofort zum Jahresbeginn die Befreiung zu erhalten und sich das Sammeln von Quittungen ersparen.

Voraussetzungen für die Zuzahlungsbefreiung

Einen Antrag auf die Befreiung von Zuzahlungen können Patienten bei der Krankenkasse stellen, wenn sie die sogenannte Belastungsgrenze erreichen. Diese richtet sich u. a. nach dem Bruttoeinkommen einer Familie wie zum Beispiel Gehalt oder Rente und fällt damit individuell aus. Bei chronisch Kranken liegt die Grenze bei einem Prozent. Informationen, wer als chronisch krank eingestuft wird, erhält man beim Hausarzt oder der Krankenkasse.

Unterstützung durch die Apotheke

Wenn die Zuzahlungen die persönliche Belastungsgrenze erreicht haben, wird bei der Krankenkasse zusammen mit den Einkommensnachweisen und den Belegen über geleistete Zuzahlungen ein Antrag auf Zuzahlungsbefreiung für das laufende Jahr gestellt. Bei der Quittungserstellung muss beachtet werden, dass diese immer den Namen des Versicherten ausweist. Die Krankenkasse stellt nach Prüfung eine Bescheinigung aus. Beim Sammeln der Zuzahlungsbelege ist die Apotheke vor Ort behilflich. „Wenn Patienten eine Stammapotheke vor Ort und dort eine Kundenkarte haben und mit der Speicherung ihrer Arzneimitteldaten einverstanden sind, kann diese Apotheke jederzeit eine Auflistung der Zuzahlungen erstellen“, so Ursula Funke.

Zwischen Aufzahlung und Zuzahlung unterscheiden

Von der Zuzahlung zu unterscheiden sind die sogenannten Aufzahlungen. Liegt der Preis eines Medikaments über dem Festbetrag, der von der Krankenkasse erstattet wird, muss der Patient nicht nur die Zuzahlung entrichten, sondern auch die Differenz zwischen Festbetrag und tatsächlichem Preis. Diese Differenz muss auch bei einer vorliegenden Zuzahlungsbefreiung geleistet werden, ebenso gilt das auch bei Kindern.

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Weltdiabetestag am 14.11.2019: Wohlstandskrankheit Typ-2-Diabetes entgegensteuern

Prä-Diabetes kann rückgängig gemacht werden


Frankfurt am Main, 11. November 2019 – Mangelnde Bewegung, ungesunde Ernährung, Übergewicht: Diese Faktoren können zu einem Prä-Diabetes, einer Vorstufe des Diabetes-Typ-2, führen. Doch viele wissen gar nicht, dass ihre Blutzuckerwerte erhöht sind. Dabei stehen die Chancen gut, Prä-Diabetes durch einen angepassten Lebenswandel rückgängig zu machen und die Gefahr eines Diabetes-Typ-2 abzuwenden, weiß Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Erste Hinweise können eine Blutzuckerkontrolle in der Apotheke geben. Liegt der gemessene Wert über der Norm, erhalten Betroffene für das weitere Vorgehen sofort hilfreiche Ratschläge und können mit dem Arzt schnell das weitere Vorgehen besprechen und so Schäden vermeiden.

Warnschuss nicht verhallen lassen

Insulin, das von der Bauchspeicheldrüse produzierte Hormon, reguliert den Blutzuckerspiegel. Ist die Insulinproduktion gestört, schüttet die Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin aus, dennoch gelangt immer weniger Zucker in die Körperzellen. Warnsignale wie Müdigkeit, Unruhe oder Sehstörungen aber auch ein ständiges Durstgefühl werden jedoch von vielen Menschen übersehen. Wer diese Symptome bei sich beobachtet, sollte handeln. Verlässlich kann der Prä-Diabetes nur durch eine Blutzuckermessung festgestellt werden.

Erste Priorität: Lebensstil anpassen

Vor allem der Lebenswandel sollte bei erhöhten Blutzuckerwerten kritisch unter die Lupe genommen werden. Neben einer gesunden und ausgewogenen Ernährung ist regelmäßige Bewegung, von Spaziergängen über Radfahren bis hin zu Sport, wichtig. Bei Übergewicht sollten die Pfunde purzeln, vor allem am Bauch. Selbst wenn sich die Vorstufe nicht zu einem Diabetes-Typ-2 weiterentwickeln sollte: Auch ein Prä-Diabetes birgt gesundheitliche Risiken und kann sich zum Beispiel auf die Gefäße auswirken.

Städter leben riskanter

Dass die Lebensumstände das Diabetesrisiko erhöhen, zeigt eine aktuelle Meta-Analyse der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Lärm und Faktoren wie Feinstaub oder Stickoxide tragen dazu bei, dass Städter ein um 40 Prozent erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes haben als Menschen, die auf dem Land leben. Ein bewegungsfreundliches Umfeld und ausreichende Grünflächen am Wohnort reduzieren das Risiko allerdings – das ist auch in der Stadt möglich.

Risikogruppen Diabetes-Typ-2

Neben Übergewicht und Bewegungsmangel sind auch erbliche Faktoren, eine verminderte Insulinempfindlichkeit (Insulinresistenz), eine gestörte Ausschüttung von Insulin sowie eine gestörte Produktion bestimmter Darmhormone Auslöser für Typ-2-Diabetes.

Diabetiker werden in der Apotheke vor Ort kompetent unterstützt. Der Apotheker berät zur richtigen Einnahme der Medikation, erläutert die Selbstkontrolle mit einem geeigneten Blutzuckermessgerät, das Führen eines Blutzuckertagesbuches und gibt Ratschläge, wie der Alltag mit Diabetes-Typ-2 gestaltet werden kann.

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Office-Eye-Syndrom – Pause für’s Auge

Ein Fünftel der Deutschen betroffen

Frankfurt am Main, 5. November 2019 – Autogebläse und trockene Heizungsluft, Staub, Rauch und Abgase: Unsere Augen sind täglich zahlreichen Strapazen ausgesetzt. Zusätzlich werden sie durch das stundenlange Starren auf Computerbildschirm, Smartphone & Co. gereizt. Und das kann buchstäblich ins Auge gehen. Wir blinzeln unbewusst weniger, dadurch werden die Augen nicht ausreichend mit Tränenflüssigkeit benetzt. Die unangenehme, meist jedoch ungefährliche Folge: juckende, brennende und gerötete Augen die sich anfühlen, als sei ein Fremdkörper unter das Lid geraten. In leichten Fällen helfen sogenannte ‚künstliche Tränen‘, weiß Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. In der Apotheke kann man sich zur richtigen Anwendung der rezeptfreien Tränenersatzmittel, als Tropfen oder als Gel, beraten lassen. Bewusste Blinzelübungen und kleinere Pausen helfen zusätzlich, um das Office-Eye-Syndrom in den Griff zu bekommen.

Schutzfilm mit Substanz

Im Tränenfilm sind keimschützende Substanzen enthalten, die die Augen vor Bakterien und Viren schützen und die Hornhaut außerdem mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Zusätzlich schwemmt der Flüssigkeitsfilm kleinere Fremdkörper aus. Werden die Augen nicht ausreichend benetzt, sind unangenehmes Brennen, unschöne Rötungen und ein Trockenheitsgefühl die Folge. Zudem ermüden die Augen schneller und werden lichtempfindlich. Paradox: Trotz Trockenheit tränt das Auge.

Ein Augenblick Pause

Für ihre Augengesundheit können Betroffene einiges tun:

Augen entspannen. Lassen Sie den Blick in die Ferne schweifen oder schließen Sie die Augen bewusst einige Momente, zum Beispiel beim Zähneputzen, im Bus oder in der S-Bahn. Das entlastet die Augen.

Frische Luft. Durch regelmäßiges Stoßlüften, am besten zwei bis drei Mal pro Tag, wird die verbrauchte Raumluft schneller mit frischer Luft ausgetauscht. Keine gute Idee: Die Fenster den ganzen Tag auf Kippe stehen lassen. Das kühlt die Räume nur unnötig aus.

Zugluft meiden. Klimaanlagen oder zugige Sitzplätze trocknen die Augen zusätzlich aus.

Ausreichend trinken. Ein ausgewogener Flüssigkeitshaushalt wirkt sich positiv auf die Augen aus. Greifen Sie zu Leitungswasser, ungesüßten Tees und Saftschorlen: Sie sind gesund und schmecken gut.

Oft blinzeln. Wer am Computer arbeitet, viel Fernsehen schaut oder am Smartphone zockt, blinzelt unbewusst wenig. Bewusste Bildschirmpausen und Blinzelübungen regen den Tränenfluss an.

Statt Kontaktlinsen Brille tragen. Achten Sie bei trockenen Augen darauf, die Kontaktlinsen nicht zu lange zu tragen und meiden Sie reizende Kosmetik. Werden ‚künstliche Tränen‘ angewendet, sollten Kontaktlinsenträger unbedingt auf ein Präparat ohne Konservierungsmittel achten.

Sonnenbrille. Beim Aufenthalt im Freien in der Sonne sollten Sie unbedingt eine Sonnenbrille tragen, das gilt besonders am Wasser und im Schnee.

Symptome nicht ignorieren

Im Anfangsstadium ist das Office-Eye-Syndrom nicht gefährlich, aber störend und unangenehm. Ignorieren Betroffene die Beschwerden, riskieren sie Binde- und Hornhautentzündungen. Auch Erkrankungen wie Diabetes, Schilddrüsen- oder rheumatische Erkrankungen und bestimmte Medikamente können zu trockenen Augen führen. Verändert sich zudem die Zusammensetzung des Tränenfilms und wird das Auge nicht mehr ausreichend mit Tränenflüssigkeit benetzt, kann sich das sogar auf das Sehvermögen auswirken. Sind Betroffene unsicher, ist eine Beratung in der Apotheke vor Ort sinnvoll: Der Arzneimittelexperte kann niedrigschwellig beraten und auch die Grenzen der Selbstmedikation aufzeigen, diese ist insbesondere bei bereits bestehenden Augenerkrankungen schnell erreicht. Daneben kann der Apotheker vor Ort auch einen Medikations-Check mit den Arzneimitteln durchführen, die bereits eingenommen bzw. angewandt werden.

Pressekontakt der Landesapothekerkammer Hessen:

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Susanne Pfeiffer
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9. und 10. November 2019 in der Kongresshalle Gießen: 101. ZFB – Zentrale Fortbildung der Landesapothekerkammer Hessen

Hessische Apotheker schärfen Beratungskompetenz

Frankfurt am Main, 04.11.2019 – Zwei Mal pro Jahr kommen die hessischen Apothekerinnen und Apotheker in Gießen zur Zentralen Fortbildungsveranstaltung (ZFB) zusammen. Die renommierte Veranstaltungsreihe, die bereits seit 50 Jahren von der Landesapothekerkammer Hessen ausgerichtet wird, steht am zweiten Novemberwochenende unter der Themenüberschrift „Skelett und Bewegungsapparat“. Wie gewohnt werden dazu mehrere hundert Apotheker in der Kongresshalle erwartet.

Qualifizierte Fort- und Weiterbildung

Der Akademievorstand der Landesapothekerkammer Hessen hat für die 101. Ausgabe der Zentralen Fortbildung das Thema „Skelett und Bewegungsapparat“ ausgewählt. An den beiden Veranstaltungstagen sprechen ausgewiesene Experten zu den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Entwicklungen und spannen in ihren Vorträgen den Bogen von „Chronischen Rückenschmerzen – Tatort Wirbelsäule“ über „Arzneimittel zur Prävention und Therapie der Osteoporose“ bis hin zu „Anti-Doping-Vorgaben und Medikamenten im Sport“.

Wissen erweitern – zum Wohle der Patienten

90 Prozent aller Bundesbürger bescheinigen den Apothekern eine hohe Vertrauenswürdigkeit. Ein dafür wichtiges Kriterium: die kompetente und vertrauensvolle Beratung in der Apotheke vor Ort. Diese Beratungskompetenz wird auf der Zentralen Fortbildung weiter geschärft. „Die umfassende Therapiebegleitung der Patienten liegt uns Apothekern am Herzen“, blickt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, dem Wochenende entgegen. „Das wird auch durch die immer sehr hohen Teilnehmerzahlen unserer Zentralen Fortbildungsveranstaltung unterstrichen“.

Wir laden Medienvertreter herzlich zur Zentralen Fortbildungsveranstaltung am 9. und 10. November 2019 ein. Ihre Anmeldung schicken Sie bitte an die E-Mail-Adresse pfeiffer@azetpr.com. Auf Wunsch koordinieren wir auch gern ein Interview mit Ursula Funke.




Das Programm:

Samstag, 9. November 2019

15:00 – 15:15 Uhr
Eröffnung und Begrüßung, Ursula Funke Präsidentin der LAK Hessen

15:15 – 16:15 Uhr
Anti-Doping-Vorgaben und Medikamente im Sport – Beratung von Sportlerinnen und Sportlern, Dr. Meike Welz Nationale Anti Doping Agentur Deutschland, Bonn

16:30 – 17:30 Uhr
Fibromyalgie-Syndrom – eine Standortbestimmung, Prof. Dr. med. Nurcan Üçeyler Neurologische Klinik und Poliklinik, Universitätsklinikum, Würzburg

17:45 – 18:45 Uhr
Chronische Rückenschmerzen – Tatort Wirbelsäule, Dr. med. Franziska Gladisch, Schmerzzentrum Taunus, Königstein

Sonntag, 10. November 2019 

09:15 – 10:15 Uhr
Pathophysiologie, konservative und operative Therapie der Arthrose, Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Stefan Rehart, AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Frankfurt am Main

10:30 – 11:30 Uhr
Arzneimittel zur Prävention und Therapie der Osteoporose – Update 2019, Prof. Dr. rer. nat. Manfred Schubert-Zsilavecz Institut für Pharmazeutische Chemie, Goethe-Universität, Frankfurt am Main

11:45 – 12:45 Uhr
Neoplasien der Weichteile und der Knochen, Priv.-Doz. Dr. med. Peter Reichardt Helios Klinikum Berlin-Buch GmbH Klinik für Onkologie und Palliativmedizin, Berlin




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Nicht jede Tablette eignet sich zum Schlucken oder Teilen

Tablette ist nicht gleich Tablette

Frankfurt am Main, 24. September 2019 – Arzneimittel als Tabletten kommen in vielen Formen und Farben daher. Nicht alle Patienten befassen sich mit der Art oder Handhabung von Filmtablette, Dragée und Co. Manch einer nimmt möglicherweise an, Tabletten, wie zum Beispiel Schmerzmittel, könnten bei nur leichten Beschwerden einfach geteilt werden. Dass dem jedoch mitnichten so ist, weiß Ursula Funke. Die Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen rät dazu, nicht leichtsinnig mit Tabletten umzugehen und bei Unklarheiten lieber einmal mehr in der Apotheke vor Ort nachzufragen.

Überzug und reichlich Wasser für eine leichte Einnahme

Tabletten sind gepresste, einzeldosierte Arzneimittel. Teilweise sind sie mit einer Schicht überzogen, die es erleichtert, sie zu schlucken oder die einen unangenehmen Geschmack überdecken soll. Von Tabletten unterscheiden sich Kapseln: Hier befindet sich der Wirkstoff, oft als Pulver oder Flüssigkeit, in einer Hülle, die meist aus Gelatine gefertigt ist.

Die gängigste Art der Einnahme ist, Tabletten zu schlucken. Damit dies mühelos funktioniert, empfiehlt die Landesapothekerkammer Hessen, sie mit einem großen Glas Leitungswasser einzunehmen. Eine Flüssigkeitsmenge von circa 200 Millilitern sorgt dafür, dass alles sicher in den Magen gelangt. Außerdem schwächt Leitungswasser nicht die Wirkung der Arzneistoffe ab, anders als manches Mineralwasser. Wenn dieses mit Mineralstoffen wie Kalzium oder Eisen angereichert ist, kann die Wirkung von bestimmten Arzneimitteln eingeschränkt werden.

Einige Tabletten zergehen nicht auf, sondern unter der Zunge

Des Weiteren gibt es Tabletten, die man im Mund behält, bis sie sich auflösen. Sie werden ohne Wasser verabreicht. Die sogenannten Sublingualtabletten lässt man unter der Zunge zergehen. In der Regel zeichnen sie sich durch einen raschen Wirkungseintritt aus. Daneben gibt es Buccaltabletten, die man in die Wangentasche legt. Von dort aus geben sie den enthaltenen Wirkstoff direkt über die Schleimhaut in den Blutkreislauf frei. Eine Buccaltablette wie auch eine Sublingualtablette wird so lange in der Mundhöhle belassen, bis sie sich aufgelöst hat – ohne gelutscht, gekaut oder ganz geschluckt zu werden.

Beschleunigte Wirkung oder verlangsamte Wirkung

Verschiedene Tabletten, manche Schmerzstiller etwa, zeichnen sich durch eine Wirkstoffbeschleunigung aus. Zugesetzte Substanzen wie beispielsweise Aminosäuren sorgen dafür, dass der Arzneistoff schneller in den Blutkreislauf aufgenommen wird und die Wirkung rascher eintritt. Retardtabletten dagegen setzen den Wirkstoff langsamer frei. Diese Medikamentenart ist häufig mit einem speziellen Überzug versehen. Er verhindert, dass sich eine Tablette im Magen auflöst. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass säureempfindliche Bestandteile nicht zerstört werden. Nur so können Stoffe wie Omeprazol oder Pantoprazol, die gegen Sodbrennen oder bei der Behandlung von Magengeschwüren eingesetzt werden, ihre Wirkung tatsächlich entfalten.

Lichtempfindliche Medikamente erst kurz vor der Einnahme aus Verpackung drücken

Wie kann man sicher sein, dass man mit Tabletten bereits vor der Einnahme richtig umgeht? Patienten haben manchmal Mühe, die Tabletten aus der Verpackung, dem Blister, herauszudrücken. Unterschiedliche Hilfsmittel unterstützen die Entnahme, etwa Tablettenzangen oder Pillen-Drücker. Wie diese genau funktionieren, erfahren Sie in der Apotheke vor Ort. Doch Achtung: Diverse Tabletten, zum Beispiel mit speziellen Wirkstoffen zur Blutdrucksenkung oder zur Prävention von Blutgerinnseln, sind lichtempfindlich. Sie dürfen nicht offen gelagert und entsprechend erst kurz vor der Einnahme aus der Folie gedrückt werden. Auch gibt es Tabletten, die nicht aus dem Blister gedrückt werden dürfen, sondern bei denen die Folie auf der Unterseite des Blisters abgelöst werden muss.

Tabletten nicht mit einem Küchenmesser teilen

Genau wie es Helfer zur Entnahme gibt, existieren eigens Hilfsmittel zum Halbieren oder Vierteln, die die Apotheke vor Ort bereithält. Patienten sollten stets auf solche Tablettenteiler zurückgreifen und keinesfalls Küchenmesser oder andere, gegebenenfalls mit Keimen belastete, Haushaltsutensilien verwenden. Zudem gibt es Medikamente, die sogenannte Schmuckkerben tragen. Allerdings sagt eine Schmuckkerbe nichts darüber aus, ob die Tablette geteilt werden darf. In der Apotheke vor Ort bekommt man Information hierzu: daher sollten Patienten immer nachfragen. In einem Beratungsgespräch kann Klarheit geschaffen werden.


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LAK Hessen begrüßt Entscheidung des Bundesrates: Länder sind näher an den Menschen

Frankfurt am Main, 20. September 2019 – Die Länderkammer fordert heute in einem Änderungsantrag zu § 43 Arzneimittelgesetz, wonach der Versandhandel auf das europarechtlich gebotene Maß zurückgeführt werden soll.

„Die Vertreter der Bundesländer haben erkannt, dass die im vom BMG im Entwurf des Gesetzes zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken vorgesehene Regelung der Boniverbote im Sozialgesetzbuch nicht ausreicht, die Gleichpreisigkeit bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln wiederherzustellen. Die Ländervertreter erkennen, dass für die hochwertige, sichere und flächendeckende Arzneimittelversorgung der Menschen die Apotheke vor Ort unersetzbar ist. Für die Zukunftssicherung der Apotheken vor Ort – in Stadt, Dorf und Land –  sind einheitliche Preise unerlässlich. Man erkennt, dass die Vertreter der Länder näher bei den Menschen und ihren Sorgen und Bedürfnissen sind“, so Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen.

In der deutschen Arzneimittelpreisverordnung ist die Preisbindung für verschreibungspflichtige Arzneimittel festgeschrieben. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes aus dem Jahr 2016 gilt dies jedoch nicht beim Versand aus dem europäischen Ausland. „Die Bundesländer erkennen, dass nur durch den Ausschluss der verschreibungspflichtigen Arzneimittel vom Versandhandel, wie das übrigens in 21 der derzeit 28 Mitgliedsstaaten der EU gehandhabt wird, die Gleichpreisigkeit wiederhergestellt werden kann. Wir appellieren daher mit Nachdruck an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, auf die Einschätzung ihrer Länderkollegen zu vertrauen und sich ihnen anzuschließen und so endlich wieder für gleiche Preise zu sorgen“, erklärt Funke.


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