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Wechseljahrsbeschwerden mit Phytohormonen lindern

Wechseljahrsbeschwerden mit Phytohormonen lindern

Frankfurt am Main, 11.09.2018 – Schwindel, Hitzewallungen, Schlaflosigkeit: Das sind nur einige der Symptome, die typischerweise in den Wechseljahren auftreten. Doch auch seelische Verstimmungen und Depressionen können mit dem Klimakterium, in dem sich der Hormonhaushalt der Frau umstellt, einhergehen. Doch nicht immer ist gleich eine Hormonersatztherapie notwendig, erklärt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Leichte bis mäßige Beschwerden können mit Phytohormonen z. B. aus der Traubensilberkerze verbessert werden. Außerdem sollten Frauen in den Wechseljahren auf eine bewusste, kalzium- und Vitamin-D-haltige Ernährung und ausreichende Bewegung achten. Sind die Beschwerden schwer oder der Leidensdruck groß, ist immer ein Arztgespräch sinnvoll.

Typisch Klimakterium?

In den Wechseljahren, die zwischen dem 45. und dem 70. Lebensjahr auftreten, stellt sich der Hormonhaushalt der Frau von der Geschlechtsreife in das sogenannte Senium (Alter) um. Betroffene Frauen erleben diese Umstellung sehr unterschiedlich: Während manche keine bis wenige nennenswerte Beschwerden haben, leiden andere stark unter der Veränderung. In dieser Lebensphase sind Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schwindel charakteristisch. Es können aber auch Antriebslosigkeit, Schlaflosigkeit, seelische Verstimmungen und Depressionen auftreten. Außerdem verändern sich Haut und Schleimhäute: Die Haut wird zunehmend dünner und weniger elastisch, Haut und Schleimhaut wird trockener. Dies kann auch zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) führen. Im Verlauf der Wechseljahre kann sich bei etwa einer von vier Frauen ohne Behandlung eine Osteoporose entwickeln. Eine kalzium- und Vitamin-D-haltige Nahrung wirkt präventiv, zudem ist Bewegung für den Knochenstoffwechsel jetzt besonders wichtig.

Mit der Kraft der Heilpflanze

Leichten bis mäßigen Wechseljahrsbeschwerden kann mit pflanzlichen Wirkstoffen begegnet werden. Gesichert ist die positive Wirkung der Traubensilberkerze. Betroffene müssen ein wenig Geduld mitbringen, denn die positiven Effekte des Pflanzenhormons zeigen sich frühestens nach vierwöchiger Einnahme. Ein Ersatz für eine Hormonersatztherapie ist der pflanzliche Wirkstoff allerdings nicht.

Bei zusätzlichen Stimmungsschwankungen kann auch eine Kombination mit Johanniskraut erwogen werden. Dessen Wirkung gegen leichte bis mittelschwere Verstimmungen gilt als belegt. Doch Vorsicht ist geboten: Johanniskraut kann die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen. Werden noch andere Arzneimittel eingenommen, sollten sie sich in der Apotheke unbedingt wegen möglicher Neben- und Wechselwirkungen beraten lassen.  Besteht Reizbarkeit und Unruhe, können Hopfen und Baldrian beruhigend wirken. Salbei hilft bei Schweißausbrüchen und nächtlichem Schwitzen.

Lebensstil anpassen

Leiden Frauen unter nur leichten Hitzewallungen und Schweißausbrüchen, kann ein veränderter Lebensstil möglicherweise schon zur Besserung ausreichen. Hitzewallungen können beispielsweise bereits durch ausreichende Bewegung, eine niedrige Raumtemperatur und die schonende Reduktion von Übergewicht verringert werden.

Pressekontakt der Landesapothekerkammer Hessen:
AzetPR
Susanne Pfeiffer
Wrangelstraße 111
20253 Hamburg
Telefon 040 413270-22
pfeiffer@azetpr.com

 

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Reibeisenhaut richtig schön pflegen

Beschwerdelos und doch belastend

Frankfurt am Main, 07.08.2018 – Raue und schuppige Haut an den Oberarmen oder Oberschenkeln: Das sind die klassischen Symptome einer Reibeisenhaut. Die rauen Papeln entstehen durch stecknadelkopfgroße Hornpfröpfe, die die Öffnungen der Haarfolikel verschließen. Die Verhornungsstörung ist zwar harmlos, doch vor allem Mädchen und junge Frauen, die hauptsächlich betroffen sind, empfinden die unebenen Hautpartien als belastend. Mit einer konsequenten Pflege können die Symptome gelindert werden, weiß Ursula Funke, Präsidentin die Landesapothekerkammer Hessen. Die tägliche Pflege mit einer ureahaltigen Lotion, wöchentliche Peelings mit Salicyl- oder Fruchtsäure und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr können die Reibeisenhaut verbessern. Die gute Nachricht: Mit zunehmendem Alter schwächt sich die sogenannte Keratosis pilaris immer mehr ab.

Schönheitsideal: reine Haut

Den meisten Mädchen und jungen Frauen in der Pubertät liegt ein ebenmäßiges Hautbild besonders am Herzen. Doch gerade sie sind häufig von der sogenannten Reibeisenhaut betroffen und leiden unter dem harmlosen, aber lästigen Hautproblem. Meist sind die Streckseiten der Oberarme und Oberschenkel befallen, teils auch das Gesäß. Selten treten die Papeln im seitlichen Gesichtsbereich auf. Die Haut fühlt sich äußerst rau und schuppig, wie ein Reibeisen, an. Doch auch Menschen mit trockener Haut oder Patienten mit atopischen Hauterkrankungen sind für die Keratosis pilaris prädisponiert. Die genaue Ursache der Verhornungsstörung ist zwar bisher nicht bekannt, als gesichert gilt jedoch eine genetische Veranlagung.

Pflegen, pflegen, pflegen

Auch wenn Betroffene die Verhornungsstörung nicht durch vorsorgliche Maßnahmen beeinflussen können, mit der richtigen und konsequenten Pflege können sie für ein besseres Hautbild sorgen. Die Landesapothekerkammer Hessen empfiehlt eine eingehende Beratung in der Apotheke vor Ort. Hier können sich Betroffene zur richtigen Hauthygiene und – pflege informieren lassen. Zur regelmäßigen Befeuchtung sollte täglich eine Lotion mit Harnstoff (Urea) aufgetragen werden. Der Wirkstoff ist ein wichtiger Baustein für die Hautbefeuchtung. Urea hilft den Hautzellen, sich untereinander zu verbinden, bekämpft die Hornhautplättchen und bindet die Feuchtigkeit in bzw. auf der Haut. Auch Salben mit hornlösenden Keratolytika wie Milch- oder Salicylsäure sind für die tägliche Pflege geeignet. Zur Öffnung der verstopften Hautporen und Entfernen der Verhornungen sind wöchentliche Peelings mit Salicylsäure, Milchsäure und Fruchtsäure empfehlenswert. Bei der Auswahl eines geeigneten Präparats sowie zur individuellen Anwendung berät der Apotheker.

Sonne? Nur wohldosiert

Betroffene sollten regelmäßig ein Sonnenbad nehmen – mit Blick auf die Hautkrebsgefahr allerdings immer in Maßen. Die UV-Strahlen kurbeln die Produktion von Vitamin D an, was wiederum die Haut stärkt. Auch regelmäßige Saunagänge können helfen. Durch das Schwitzen verbessert sich das Hautbild. Zusätzlich werden die Hautschichten während des Saunagangs gut aufgeweicht – ein anschließendes Peeling wird dadurch umso effektiver. Auch eine gesunde Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern am Tag machen sich bezahlt. Allerdings sollten Betroffene besser auf ungesunde Softdrinks verzichten.

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Selbstmedikation: Wenn der Kopf pulsiert und dröhnt

Kopfschmerz oder Migräne?

Frankfurt am Main, 03.07.2018 – Brummend, pulsierend, drückend: Schmerzen im Kopf fallen sehr unterschiedlich aus. Leichter bis mittelschwerer Spannungskopfschmerz macht sich meist mit dumpfem beidseitigem Drücken bemerkbar und kann durch Verspannungen, Schlafmangel oder Stress verursacht werden. Ganz anders die Migräne: Die einseitig-pulsierenden, oft heftigen Attacken werden klassischerweise durch Faktoren wie Rotwein oder Käse, aber auch Wetterwechsel oder eine Veränderung im Schlaf-Wach-Rhythmus getriggert. Unangenehme Migränebegleiter sind meist Appetitlosigkeit, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit. Zwar können beide Schmerzarten in der Selbstmedikation mit ASS, Ibuprofen oder Paracetamol behandelt werden. Allerdings warnt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, vor einer zu häufigen Einnahme von Ibuprofen & Co. Nicht nur deren Nebenwirkungen müssen Patienten im Blick behalten, die Mittel selbst können sogar Kopfschmerzen auslösen. Ursula Funke rät, gemeinsam mit dem Apotheker vor Ort individuell den richtigen Wirkstoff auszusuchen. Ferner sollten rezeptfreie Analgetika nicht länger als drei Tage und an maximal zehn Tagen pro Monat eingenommen werden. Treten Kopfschmerzen oder Migräne plötzlich, regelmäßig oder besonders stark auf, sollte der Ursache mit ärztlicher Hilfe auf den Grund gegangen werden.

Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz

200 unterschiedliche Kopfschmerzarten sind bekannt, doch in 90 Prozent der Fälle liegt ein Spannungskopfschmerz vor. Die Schmerzen, die sich oft nur wenige Stunden durch ein beidseitiges Drücken bemerkbar machen, fallen in der Regel leicht bis mittelschwer aus. Migräneattacken dagegen sind erheblich intensiver und können die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Die unterschiedlich starken Anfälle dauern zwischen vier und 72 Stunden und gehen fast immer mit Appetitlosigkeit, Übelkeit (80 Prozent), Lichtempfindlichkeit (60 Prozent), Lärmanfälligkeit (50 Prozent), Erbrechen (40 bis 50 Prozent) und Sensibilität gegen Gerüche (10 Prozent) einher. Der einseitige Schmerz kann zudem innerhalb einer Migräneattacke oder von Anfall zu Anfall die Seite wechseln. Migräne ist die häufigste neurologische Erkrankung, an der in Deutschland acht Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen leiden.

Therapie: nicht nur medikamentös

In der Apotheke vor Ort können sich Schmerzpatienten kompetent zu einem individuell passenden Analgetikum beraten lassen. Für Kopfschmerzpatienten sind ASS, Ibuprofen oder Paracetamol die Mittel der Wahl. Außerdem können Begleitmaßnahmen wie autogenes Training, Yoga oder aerober Ausdauersport helfen. Für Migränepatienten empfiehlt sich bei einer Attacke die Einnahme von ASS, Ibuprofen, Diclofenac oder Paracetamol mit oder ohne Koffein. Leiden die Patienten zusätzlich unter starker Übelkeit, kann der Arzt einen lindernden Wirkstoff verschreiben. Er wird zusätzlich zu dem ausgewählten Schmerzmittel verabreicht. Wann und wie diese Präparate am besten eingenommen werden, erklärt die Apothekerin oder der Apotheker vor Ort. Ob im Einzelfall eine medikamentöse Prophylaxe angezeigt ist, entscheidet der Arzt. 

Wenn ASS, Ibuprofen & Co. nicht helfen

Liegt eine Unverträglichkeit gegen gängige Analgetika vor oder helfen diese nicht, können Patienten auf verschreibungsfreie Triptane zurückgreifen. Doch diese Medikamente dürfen nicht vorbehaltlos eingenommen werden, berichtet die Landesapothekerkammer Hessen. Vor der Einnahme ist eine Beratung in der Apotheke unerlässlich, da Anwendungseinschränkungen oder Kontraindikationen wie zum Beispiel bei Angina pectoris, koronare Herzerkrankungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, transiente ischämische Attacke (TIA) oder fortgeschrittene periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) vorliegen können und daher diese Wirkstoffgruppe nicht für jeden Patienten geeignet ist. „Nehmen Sie daher nie Arzneimittel, die anderen Personen verordnet wurden. Was Ihrem Nachbar hilft, kann Ihnen schaden“ rät Ursula Funke.
Der Landesapothekerkammer Hessen gehören rund 5.950 Apothekerinnen und Apotheker an. Der Heilberuf des Apothekers unterliegt einem gesetzlichen Auftrag. Zu den Aufgaben der Landesapothekerkammer gehören die Förderung der Fort- und Weiterbildung und die Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten durch ihre Mitglieder. Die Landesapothekerkammer stellt ebenso eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung in ganz Hessen mit Medikamenten sicher.

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