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Die nächsten Delegiertenversammlungen finden statt am

27. Juni 2016
28. September 2016
28. November 2016.

Beginn ist jeweils um 10 Uhr im Mercure-Hotel Frankfurt Eschborn-Ost, Helfmann-Park 6, 65760 Eschborn.

Die Anmeldung von Gästen ist erbeten unter der Rufnummer 069 979509-23.

LAK aktuell  Ausgabe Juni 2016



Kammerpräsidentin Ursula Funke

Nachwuchsarbeit im Fokus

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

die Förderung des Nachwuchses ist eines der Kernziele, das wir als Vorstand kontinuierlich verfolgen. Denn nur durch eine hochqualifizierte pharmazeutische Ausbildung können wir langfristig eine sichere Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten gewährleisten und junge Mitarbeiter in allen pharmazeutischen Bereichen gewinnen.

An beiden Hochschulstandorten in Hessen wird den Studenten eine hervorragende akademische Ausbildung – gerade auch im Fach „Klinische Pharmazie" – geboten. Die Umsetzung des Wissens in die Arbeit mit dem Patienten muss im Praktischen Jahr geschehen.

Mit dem von unserer Kammer etablierten Konzept der „Akkreditierten Ausbildungsapotheke“ unterstützen wir Pharmazeuten im Praktikum bei ihrer Suche nach einer geeigneten Ausbildungsstätte in einer öffentlichen Apotheke. Dieses Konzept hilft nicht nur dem Praktikanten, sondern erleichtert dem ausbildenden Apotheker die Strukturierung der Ausbildung im Praktischen Jahr.

Als erste deutsche Apothekerkammer haben wir dieses Konzept jetzt auch für ausbildende Krankenhausapotheken weiterentwickelt und erfolgreich eingeführt. In enger Zusammenarbeit mit dem Landesverband Hessen der ADKA hat die Landesapothekerkammer unter Federführung unserer Vizepräsidentin einen umfangreichen Anforderungskatalog erarbeitet, den die Krankenhausapotheke für eine Zertifizierung als „Akkreditierten Ausbildungsapotheke“ erfüllen muss.

Mit diesem Konzept gelingt der für die angehenden Kollegen so wichtige Schritt von der Theorie in die Praxis. Wir tragen auf diese Weise aktiv zu einer hochqualifizierten Ausbildung in den Apotheken bei und machen gleichzeitig einen weiteren wichtigen Schritt in der Nachwuchsarbeit.

Ihre

Ursula Funke


Pharmazie


© Foto Tashtuvango/shutterstock.com

Wer sich weiterbildet...

ist weiter gebildet. Oder: Was tun, wenn ich noch was tun will? In der neuen Ausgabe von LAK aktuell möchten wir Ihnen die Bereichsweiterbildung „Onkologische Pharmazie“ vorstellen.

Die ambulante Betreuung von Krebspatienten durch die öffentliche Apotheke hat in den letzten Jahren genauso zugenommen wie die Herstellung und Abgabe von Zytostatika. Dazu kommt eine breiter werdende Palette individueller zytostatischer Zubereitungen. Zur Herstellung dieser nicht zu bagatellisierenden Arzneimittel sind besondere Kenntnisse erforderlich, denn: Fehler z.B. bei der Berechnung im Herstellungsvorgang können fatale Folgen haben. Bei einem Patientenklientel, das sowieso schon stark geschwächt und belastet ist, ist das besonders verhängnisvoll.

Zu den in dieser Weiterbildung vermittelten Inhalten gehören neben dem Umgang mit Zytostatika und deren Herstellung auch der Umgang mit diesem speziellen Patientenkreis sowie Kenntnisse zur Informationsverarbeitung.

Während der Weiterbildung sind mindestens 100 Seminarstunden zu absolvieren und verschiedene praktische Aufgaben zu bearbeiten wie z.B. die Erstellung von mindestens drei Patientenprofilen nach SOAP. Die Dauer beträgt 24 Monate – bezogen auf eine Vollzeittätigkeit – und soll in einer geeigneten Einrichtung mit eigener Zytostatikaherstellung erfolgen. Die praktische Erfahrung kann auch im Rahmen eines Praktikums erworben werden.

Haben wir Sie neugierig gemacht?
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der » Landesapothekerkammer Hessen sowie auf der Internetseite der » ABDA.

Ihre Ansprechpartnerin in der Landesapothekerkammer Hessen:
Johanna Hauser
Kuhwaldstraße 46, 60486 Frankfurt am Main
Telefon: 069 979509-24
E-Mail: j.hauser@apothekerkammer.de



Pharmazie


© Foto ABDA

Aufbewahrungspflichten amtlicher Unterlagen in Apotheken

Für die neue Ausgabe von LAK aktuell haben wir eine Tabelle für Sie zusammengestellt, die Ihnen unkompliziert eine Übersicht über die Aufbewahrungsfristen amtlicher Unterlagen in Apotheken gibt. Das Dokument können Sie sich über den untenstehenden Link ausdrucken.

Die Vorschriften für Dokumentationen finden Sie in

  • der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO),

  • dem Arzneimittelgesetz (AMG),

  • dem Apothekengesetz (ApoG),

  • dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG),

  • der Betäubungsmittelverschreibungsverordnung (BtMVV),

  • der Betäubungsmittelbinnenhandelsverordnung (BtMBinHV),

  • dem Transfusionsgesetz (TFG),

  • der Chemikalien-Verbotsverordnung (ChemVerbotsV),

  • der Kosmetikverordnung (KosmetikV),

  • der Branntweinsteuerverordnung (BrStV),

  • der Medizinproduktebetreiberverordnung (MPBetreibV),

  • der Medizinprodukte-Sicherheitsplanverordnung (MPSV),

  • der Medizinprodukte-Verordnung (MPV),

  • dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG),

  • der Abgabenordnung (AO),

  • den Ordnungsvorschriften für Aufbewahrung von Unterlagen der Unfallverhütungsvorschrift (Berufsgenossenschaftliche Vorschrift für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (BGV A5) und der Grundsätze für Prävention (BGV A1),

  • dem Heimgesetz (HeimG) und

  • der Empfehlung zur Heimbelieferung als Leitlinie der Bundesapothekerkammer (BAKL-LL).

Wissenschaftliche Hilfsmittel im Sinne von § 5 ApBetrO umfasst auch die wissenschaftliche Literatur; in diesem Zusammenhang sollten auch aktuelle Fachzeitschriften in der Apotheke vorhanden sein (beispielsweise PZ und DAZ – Aufbewahrung auf elektronischen Datenträgern möglich).

Infos aus dem Internet:

» Apothekenbetriebsordnung 

» Medizinproduktebetreiberverordnung

» Apothekengesetz

» Betäubungsmittelgesetz

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Pharmazie


© Foto ABDA

Fertigarzneimittel-Seminar: „Angesteckt – Prävention und Behandlung von Infektionskrankheiten“

Am 13. Juli 2016 findet wieder das beliebte Fertigarzneimittel-Seminar des Abschlusssemesters Pharmazie der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt. In diesem Sommersemester lautet das Thema „Angesteckt – Prävention und Behandlung von Infektionskrankheiten“.

Veranstaltungsort:

Biozentrum, Hörsaal B1
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Riedberg
Max-von-Laue-Straße 9
60438 Frankfurt am Main

Das Programm können Sie über den untenstehenden Link herunterladen.

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Pharmazie


© Foto C.K.Ma/shutterstock.com

Wiedereinsteiger-Seminar in Eschborn

Haben Sie im Beruf pausiert und möchten gerne wieder in den Berufsalltag einer Apotheke einsteigen? Oder haben Sie in den letzten Jahren in einem anderen pharmazeutischen Gebiet gearbeitet und es zieht Sie wieder an „die Basis“ in die Apotheke? Sie haben aber Bedenken, nur schwer wieder den Anschluss zu finden bei der Fülle der gesetzlichen, medizinischen und pharmazeutischen Veränderungen der letzten Jahre? Dann ist unser Wiedereinsteiger-Seminar genau das Richtige für Sie!

Nicht nur die Gesetzesgrundlagen und Verordnungen, die den Apothekenbetrieb betreffen, sind heute anders als vor einem Jahrzehnt. EDV-Kenntnisse müssen aufgefrischt und neu belebt werden, Abrechnungsfragen – unter anderem auch durch die Einführung der Rabattverträge – werden immer wichtiger und müssen Beachtung finden. Durch die Einführung der neuen Apothekenbetriebsordnung sind andere Schwerpunkte in der praktischen Arbeit gesetzt worden.

Manches mag einem „Wiedereinsteiger“ als große Hürde vorkommen. In der Tat wird man vieles üben müssen und bestimmt geht es nicht ohne Auffrischung theoretischer Kenntnisse. Gerne will die Landesapothekerkammer Hessen allen motivierten Apothekern eine Hilfe geben und bietet, nach großer Resonanz auf das vorangegangene Seminar – im September 2016 erneut ein Wiedereinsteigerseminar an.

Termine:        Samstag, 10. September und Sonntag, 11. September 2016 und
                      Samstag, 17. September und Sonntag, 18. September 2016

Ort:                Eschborn
Uhrzeit:          09:00 Uhr – ca. 18:00 Uhr
Gebühr:         250,00 Euro

Die Anmeldung erfolgt online auf der Internetseite der » Landesapothekerkammer Hessen 

Im Anschluss an das Wiedereinsteiger-Seminar können die Teilnehmer gerne ein Praktikum in einer Apotheke absolvieren. Den Kontakt zu möglichen Praktikumsapotheken stellt die Landesapothekerkammer Hessen gerne her.

Ihre Ansprechpartnerin in der Landesapothekerkammer Hessen:
Dr. Pamela Kantelhardt
Kuhwaldstraße 46, 60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069 979509-59
E-Mail: p.kantelhardt@apothekerkammer.de



Recht


© Foto ABDA

Bearbeiten, Einlösen und Abrechnen von stark beschädigten Rezepten

Wer kennt das nicht? Ein Kunde kommt mit einem stark zerknitterten oder sogar beschädigten Rezept in die Apotheke und möchte dieses einlösen. Der Drucker kann es möglichweise nicht bedrucken. Wie soll man jetzt vorgehen? Gibt es irgendwelche Nachteile für den Apotheker wenn er es einlöst? Gibt es Abrechnungsprobleme? Was tun?

Zivilrechtlicher Kontrahierungszwang nach § 17

Zunächst einmal besteht auch hinsichtlich eines zerknitterten oder beschädigten Rezeptes, soweit alle Angaben (entsprechende der AMVV) auf dem Rezept vorhanden und lesbar sind, für den Apotheker grundsätzlich ein zivilrechtlicher Kontrahierungszwang nach § 17 Abs. 4 Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO).

Möglichkeit 1: Daten handschriftlich eintragen

Es ist also als erstes zu prüfen, ob man alle wichtigen Angaben auf dem Rezept lesen kann. Ist dies der Fall, kann das Rezept wie jedes andere Rezept eingelöst und beliefert werden. Im Grunde hat man zwei Möglichkeiten ein zerknittertes bzw. beschädigtes Rezept zu bearbeiten und es so ordnungsgemäß einzulösen. Lässt sich das Rezept aufgrund seiner Beschaffenheit nunmehr nicht bedrucken, so können diese Daten auf dem Rezept auch per Hand eingetragen werden. Grundsätzlich werden die Rezepte in den Rechenzentren mit Hochgeschwindigkeitsscannern und – druckern bearbeitet. Die Daten werden derart gescannt, gespeichert und von speziellen Datenerkennungssoftwaresystemen verarbeitet, dass die Daten in elektronische Daten umgewandelt werden. Grundsätzlich geschieht der Vorgang von „Papierdaten“ zu abrechnungsfähigen „elektronischen Daten“ also maschinell. Es gibt für besondere Fälle, etwa wenn Rezepte handschriftliche Zusätze haben oder einfach beschädigt sind und deshalb die Daten von den Maschinen nicht erfasst werden können, sogenannte Korrektur- und Erfassungsstellen bei den Rechenzentren. Hier werden die Rezepte von Mitarbeitern der Rechenzentren manuell bearbeitet.

Möglichkeit 2: separates Dokument anlegen

Die zweite Alternative besteht darin, dass nach vorheriger Rücksprache mit dem Rechenzentrum die erforderlichen Daten auf einem separaten weißen Blatt bedruckt werden und dieses mit dem originalen Rezept an das Rechenzentrum abgeben wird. Auch bei dieser Variante werden die Rezepte gesondert erfasst und bearbeitet.

Unklare Angaben mit dem Behandler klären

Können nicht alle Daten auf dem Rezept eindeutig erkannt werden, so ist der verschreibende Arzt zu kontaktieren. Hier ergeben sich somit keine Besonderheiten zu einem unbeschädigten Rezept, dem nicht alle wichtigen Informationen für eine ordnungsmäße Belieferung zu entnehmen sind. Auch bei einem unbeschädigten Rezept muss bei unklaren Rezepten Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden.

Beliefern oder nicht?

Die Auffassung ein zerknittertes oder beschädigtes Rezept braucht nicht beliefert zu werden, da man dieses schließlich nicht bedrucken könne und damit nicht abrechnen könne, geht somit ins Leere.

Probleme kann es hingegen geben, wenn das Rezept aus diesen Gründen nicht beliefert wird. Die Nichtbelieferung einer ärztlichen Verschreibung stellt dann einen Verstoß gegen die berufsrechtliche Pflicht nach § 1 Abs. 6 Berufsordnung der Landesapothekerkammer Hessen (BO) i.V.m. § 17 Abs. 4 Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) dar und kann berufsrechtlich geahndet werden.



Recht


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Wichtig: erneute Information der ABDA zu Isopropanol

2-Propanol 70 % (Isopropanol) darf ab 2017 ohne Zulassungsantrag nicht mehr hergestellt werden. Bei diesem Wirkstoff handelt es sich um ein Biozid, das der Verordnung (EU) Nr. 528/2012 über die Bereitstellung auf dem Markt und die Verwendung von Biozidprodukten (Biozid-VO) vom 22.05.2012 unterliegt. Diese regelt europaweit das Inverkehrbringen und die Verwendung von Biozidprodukten.

Apotheken stellen mit dem Wirkstoff Flächendesinfektionsmittel her, die dann sowohl in den eigenen Räumen verwendet als auch an Krankenhausstationen und Arztpraxen abgegeben werden.

Zulassungsantrag bis 01.07.2016 stellen

Nach den Vorgaben der Biozid-VO muss jeder Hersteller, also auch jede herstellende Apotheke, bis zum 01.07.2016 einen Zulassungsantrag bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) stellen, damit das Produkt weiterhin verkehrsfähig bleibt. Dieser Zulassungsantrag muss umfassende Wirkstoff- und Produktdossiers mit genauen Angaben zu physikalischen und chemischen Eigenschaften und zu Auswirkungen des Produkts auf Mensch und Umwelt enthalten. Die erteilte Produktzulassung ist dann zehn Jahre gültig und kostet gemäß Chemikalien-Kostenverordnung (ChemKostV) 14.300 EURO.

Nur zugelassenes Biozid verwenden

Ohne Zulassungsantrag darf eine Apotheke künftig 2-Propanol 70 % zur Flächendesinfektion nur noch bis Ende 2016 herstellen und vermarkten. Für den Eigenbedarf darf die Apotheke das 2-Propanol 70 % noch bis zum 01.07.2017 verwenden. Danach darf nur noch zugelassenes Biozid verwenden werden. Alternativ darf man dann laut den Angaben der ABDA auch Ethanol 80 % verwenden. Hierfür ist die Bewertung als Biozid noch nicht abgeschlossen, so dass es als Flächendesinfektionsmittel bis zur endgültigen Bewertung weiter hergestellt, verwendet und vermarktet werden darf.

Wichtiger Hinweis der ABDA

Die ABDA weist weiter daraufhin, dass gemäß der Verordnung über die Meldung von Biozid-Produkten nach dem Chemikaliengesetz (ChemBiozid-MeldeV) unabhängig von den Vorgaben nach der Biozid-VO für selbst hergestelltes Desinfektionsmittel (also sowohl mit Isopropanol als auch mit Ethanol) vor dem ersten Inverkehrbringen eine Meldung bei der BAuA erforderlich ist.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Homepage der » BAuA.



Intern




Aus der Praxis für die Praxis: Workshop in Bonn

Die Landesapothekerkammer Hessen bietet im November gemeinsam mit der Apothekerkammer Nordrhein, der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz und der Apothekerkammer des Saarlandes einen Workshop unter dem Motto „Aus der Praxis für die Praxis" an. Die Kammern setzen damit die Idee der ABDA-Wochenend-Workshops „Patient & Pharmazeutische Betreuung“ auf regionaler Ebene um.

Der Workshop findet am Samstag, 19. November 2016, von 9.30 – 18.00 Uhr im Hotel Collegium Leoninum Bonn statt. Das Programm umfasst drei Intensivseminare:

Medikationsmanagement bei Asthmapatienten
Referentin: Apothekerin Dr. Katja Renner

Verstehen Sie Parkinson? – Therapeutische Hürden erkennen, Lebensqualität sichern
Referent: Apotheker Kai Girwert, Langenhagen

Der bundeseinheitliche Medikationsplan – Aktualisierung und Beratung als Aufgabe des Apothekers
Referentin: Apothekerin Lea Botermann, ABDA Berlin.

Die Abstracts zu allen Seminaren können >> hier eingesehen werden.

Die Anmeldung erfolgt >> online oder per Telefax.Die Anmeldeunterlagen können über den untenstehenden Link heruntergeladen werden.

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Aus den Regionen


© Foto Eva Lotz, Fachschaft Pharmazie Universität Frankfurt am Main

Pharmacy of tomorrow: TWIN Frankfurt am Main - Grenoble

Die Fachschaft Pharmazie der Goethe-Universität Frankfurt am Main und die Fachschaft der Université Grenoble Alpes haben einen TWIN unter dem Motto „Pharmacy of tomorrow“ organisiert, der u.a. von der Landesapothekerkammer Hessen unterstützt wurde. Bei einem TWIN kommt es zu einem kulturellen und fachlichen Austausch zwischen Studierendengruppen zweier europäischer Universitätsstädte. Die Studierenden können dabei entdecken, wie das Pharmaziestudium in anderen Ländern gestaltet wird.

Besuch in Grenoble

Der erste Teil des TWIN fand vom 30. März bis 3. April 2016 in Grenoble statt. Das Programm umfasste wissenschaftliche Vorträge, ein EPSA-Training zum Thema Kommunikation und einen Besuch in der Sterilherstellung des dortigen Krankenhauses. Aber auch die Freizeitgestaltung kam nicht zu kurz, denn die deutschen Studierenden konnten unter anderem die Stadt entdecken, an einer französischen Wein- und Käseverkostung teilnehmen und die aus dem 19. Jahrhundert stammende „Bastille“ auf dem Berg Rachais besuchen.

Gegenbesuch in Frankfurt am Main

Vom 2. bis 5. Juni 2016 besuchten die französischen Studierenden ihre deutschen Kommilitonen in Frankfurt am Main. Hier empfing Professor Dingermann, Mitglied des Vorstandes der Landesapothekerkammer Hessen, die Studierendengruppe, stellte ihnen das Berufsbild des Apothekers vor und führte mit ihnen eine Diskussion über die Zukunft des Apothekerberufes.

Außerdem stand ein Besuch des Pharmakonzerns Sanofi in Frankfurt-Höchst sowie ein wissenschaftlicher Vortrag zu dem Thema Massenspektrometrie auf dem Programm. Das Highlight der Freizeitaktivitäten war, neben der Stadtführung in Frankfurt am Main, die „Night of Science".

Blick über den Tellerrand

Ziel des Austausches war der Blick über den Tellerrand hinüber zu den französischen bzw. deutschen Kommilitonen und der damit verbundene Erfahrungsaustausch. Sowohl für die französischen als auch für die deutschen Studierenden war der Austausch eine eindrückliche Erfahrung, bei dem beide Seiten einen Einblick in die Kultur, das Studium und den Apothekerberuf im anderen Land erhielten.

Den Erfolg des TWINs verdanken die Studierenden unter anderem der Unterstützung der Landesapothekerkammer Hessen.



Im Fokus


© Foto Landesapothekerkammer Hessen

Professor Ernst Mutschler wird zum 85. Geburtstag geehrt

Die Landesapothekerkammer Hessen und die Universität Frankfurt am Main richteten am ersten Juniwochenende einen kleinen Empfang zu Ehren von Prof. Dr. Dr. h.c. Ernst Mutschler (rechts im Bild) aus. Mutschler, der am 24. Mai seinen 85. Geburtstag feierte, wurde für sein großes Engagement und seinen wegweisenden Einfluss auf die Akademie der Landesapothekerkammer Hessen gewürdigt.

Professor Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Universität Frankfurt am Main (im Bild links), und Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen (Bildmitte) , sprachen Professor Mutschler in ihren Laudationes ihren Dank aus. Auch Professor Schmidtko, Direktor des Pharmakologischen Instituts, würdigte das Wirken seines Vor-Vorgängers.

„Sein Ziel, den Apothekerberuf weiterzubringen und den Apotheker als Arzneimittelfachmann fest im Gesundheitswesen zu verankern, hat Professor Mutschler immer fest im Blick gehabt," betonte Ursula Funke in ihrer Rede. „Im Namen aller Mitglieder möchte ich mich herzlich bei ihm für sein großes Engagement bedanken, von dem wir bis heute profitieren."

Wegweiser für die Akademie

Professor Mutschler, langjähriger Sprecher der Akademie für Pharmazeutische Fortbildung der Landesapothekerkammer Hessen, ist das einzige Ehrenmitglied der Akademie. Er hat sich im Bereich der Fortbildungen im besonderen Maße verdient gemacht. So ist die Neugestaltung der Akademie in den 1990er Jahren untrennbar mit dem Namen Mutschler verbunden.

Auch die Konzeption der Zentralen Fortbildungsveranstaltungen hat Mutschler entscheidend geprägt: In sechs wissenschaftlichen Vorträgen zu einem Generalthema findet zweimal jährlich eine anspruchsvolle Fortbildung statt, die von den Kollegen angenommen und immer gut besucht wird. Mutschler war es immer ein Anliegen, dass die Fortbildung zwar wissenschaftlich fundiert ist, neue Forschungsergebnisse vermittelt werden, der Bezug zur alltäglichen Tätigkeit des Apothekers mit dem Patienten aber nicht verloren geht. Unter seiner Leitung und der Mitwirkung seiner Doktoranden wurden auch die zehnteiligen Pharmakologiekurse durchgeführt, die wegen ihrer großen Beliebtheit über mehrere Jahre hinweg wiederholt wurden.

Bei seinem Ausscheiden aus dem aktiven Wirken in der Akademie wurde Professor Mutschler mit der höchsten Auszeichnung der Kammer, der Conrad-Moench-Medaille, geehrt und gleichzeitig zum Ehrenmitglied der Akademie ernannt.



Veranstaltungen


© Photographee.eu/shutterstock.com

Mit der Kammer fortbilden

Die Landesapothekerkammer Hessen unterstützt Sie kontinuierlich mit einem umfangreichen Fortbildungsprogramm. Das vielfältige Veranstaltungsangebot deckt alle relevanten Themen ab. Wir möchten Sie damit nicht nur in Ihrer täglichen Arbeit unterstützen, sondern auch eine erfolgreiche Basis für Ihre weitere Qualifzierung legen.

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Impressum




 

LAK aktuell ist das amtliche Mitteilungsblatt der Landesapothekerkammer Hessen.
Herausgeber: Landesapothekerkammer Hessen, K.d.ö.R.

Chefredaktion: AzetPR

Ständige Mitarbeit: Ulrich Laut, Michael Aland, Annegret Birr, Daniela Pach, Birgit Wolfraum
Verantwortlich für namentlich gezeichnete Beiträge: die Verfasser

Redaktionsbeirat: Ursula Funke (Vorsitzende), Dr. Sebastian Barzen, Prof. Dr. Theodor Dingermann,
Dr. Reinhard Hoferichter, Dr. Cora Menkens, Dr. Otto Quintus Russe, Dr. Viola Schneider

Anschrift des Herausgebers:
Landesapothekerkammer Hessen
Kuhwaldstr. 46, 60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069 979509-0, Fax: 069 979509-22
E-Mail: info(at)apothekerkammer.de

Konzept, Redaktion, Layout, Satz & Grafik:
AzetPR
Wrangelstr. 111, 20253 Hamburg
Tel.: 040 413270-31
E-Mail: info(at)azetpr.com

Erscheinungsort: Frankfurt am Main. Erscheinungsweise: monatlich. Für Mitglieder der Landesapothekerkammer Hessen ist der Bezug kostenfrei.

Druck, Kopien, Aufnahme in elektronische Medien (auch auszugsweise) für Nicht-Mitglieder nur mit schriftlicher Genehmigung. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos, etc. keine Gewähr. Die Redaktion behält sich die (sinngemäße) Kürzung von Leserzuschriften vor.


Stellenmarkt


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Im Stellenmarkt der Landesapothekerkammer Hessen können Sie die aktuellen Stellenangebote und -gesuche finden. Unter der Rubrik Angebote und Gesuche können Sie nach aktuellen Stellenanzeigen suchen, aber auch eine Anzeige Online aufgeben. Bitte beachten Sie, dass Ihr Stellenangebot oder Stellengesuch erst durch uns kontrolliert und freigeschaltet werden muss und daher nicht sofort auf unserer Seite erscheint. Die Veröffentlichung Ihrer Stellenanzeige erfolgt für Sie kostenlos.

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