landesapothekerkammer Hessen
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ATHINA

Ein Medikationsmanagement, das in jeder Apotheke umzusetzen ist


"Arzneimitteltherapiesicherheit in Apotheken" (ATHINA) ist ein Fortbildungskonzept, um ein Medikationsmanagement erfolgreich in der Apotheke umzusetzen.

 

Es soll die Basis dafür schaffen, die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) durch eine strukturierte Medikationsanalyse mit einem vertretbaren Aufwand in der öffentli­chen Apotheke zu verbessern. Das Konzept unterstützt vor allem die Kollegen, die nicht in Klinischer Pharmazie ausgebildet sind, da es ein strukturiertes Handeln zum Erstellen eines Medikationsmanagements vermittelt.

 

Die Teilnehmer werden geschult, um

 

  • Arzneimittelinteraktionen und arzneimittelbezogene Probleme zu erkennen, zu vermeiden oder zu minimieren,

  • dem Patienten die korrekte Dosierung, Einnahme oder Anwendung zu vermitteln,

  • mit dem Patienten zusammen den Grund für die Behandlung zu klären,

  • die Adhärenz zu steigern und dadurch den Therapieerfolg sicherzustellen.

 

Nutzen Sie diese Chance für eine Weiterentwicklung der pharmazeutischen Kompe­tenz!

 

Interessierte Kollegen aus der Kammer Nordrhein haben mit ATHINA im Rahmen eines Pilotprojektes ein strukturiertes System entwickelt. Durch dieses System und mit der Unterstützung von erfahrenen Tutoren wird eine erweiterte Medikationsana­lyse (s. Grundsatzpapier zur Medikationsanalyse und zum Medikationsmanagement der ABDA) in Ihrer Apotheke möglich und kann schon während der Schulungsphase eingesetzt und umgesetzt werden.

 

Das ATHINA-Fortbildungs-Paket besteht aus folgenden Teilen:

 

Schulungsphase:

 

Tag 1:   Grundlagen Interaktionsmanagement, Einführung in das Medikationsmanagement und „Brown-Bag-Review“ unter Bearbeitung von Fallbeispielen, Vorstellung der Umsetzung von ATHINA

 

Tag 2:   Tool-Workshop inkl. Patienten- und Arztansprache, Erprobung der einzelnen Arbeitsschritte von ATHINA-Fällen, Organisation der Abläufe in der Apo­theke, Tipps und Tricks aus der Pilotphase

 

Basis des Arzneimittelchecks ist der in den USA schon seit Jahren eingesetzte "Brown-Bag-Review". Hierbei bringt der Patient alle seine Medikamente in einer Tüte "Brown Bag“ mit in die Apotheke und es findet ein kurzes Anamnesegespräch statt. Die Medikamente werden durchgesehen, überprüft und Verfallsdaten, Doppelverord­nungen, Dosierungen, Einnahme/Anwendung und Interaktionen werden dokumen­tiert. In dem später stattfindenden intensiven Beratungsgespräch werden mit dem Patienten die Ergebnisse dieser Prüfung besprochen und ihm Optimierungsmöglich­keiten aufgezeigt, um dessen Adhärenz zu fördern und unerwünschte Arzneimittel­wirkungen zukünftig zu vermeiden. Dies wird dokumentiert und der Patient erhält einen aktuellen Medikationsplan zur Rücksprache mit dem Arzt.

 

Am zweiten Seminartag erproben die Teilnehmer die einzelnen Schritte bei der Bearbeitung von ATHINA-Fällen, die Referenten informieren über die Organisation der Abläufe in der Apotheke und berichten über Tipps und Tricks aus der Pilotphase dieses Fortbildungsangebots.

 

Die aktuellen Termine finden Sie auf unserer Homepage unter „Seminare und Veranstaltungen“

 

Praxisphase:

 

  • Praktisches Bearbeiten von mindestens vier Patientenfällen (in vier Monaten)

  • Persönliche Betreuung durch eine Koordinationsstelle

  • Fachliche Unterstützung durch ein Tutorenteam: Bei besonders komplexen Fällen kann die Apotheke für die Beratung des Patienten oder das Gespräch mit dessen Arzt weitergehende Hintergrundinformationen zum aktuellen Fall anfordern

  • Dokumentation aller ATHINA-Fälle in anonymisierter Form durch die Koordinations­stelle für eine spätere Auswertung.

 

Das wichtigste Hilfsmittel dieses Konzepts ist ein elektronischer Erfassungsbogen, der die systematische und komplette Aufnahme aller Medikamente eines Patienten erleichtert. Dieser bietet unter anderem Platz für Dosierungen, Indikationen und Probleme sowie Lösungsvorschläge. Beim Ausfüllen des Bogens wird für den Patienten automatisch ein aktueller Medikationsplan erstellt und ausgedruckt.

 

Der Erfassungsbogen entspricht dem Medikationsplan des Bundesgesundheitsmi­nisteriums (Aktionsplan AMTS). Bei Unstimmigkeiten oder Problemen kann sich die Apotheke an einen Tutor wenden, der auch den ersten Fall mit überprüft. Der Tutor wird fachliche Hinweise geben und gegebenenfalls auf Leitlinien oder Ähnliches ver­weisen und somit als „Qualitätssicherung“ dienen.

 

In dem abschließenden intensiven Beratungsgespräch werden mit dem Patienten die Ergebnisse besprochen und ihm Möglichkeiten der Optimierung dargelegt, um seine Adhärenz zu steigern und unerwünschte Arzneimittelwirkungen möglichst zu vermei­den. Der gesamte Prozess wird dokumentiert; dem Patienten wird ein aktueller Medi­kationsplan ausgehändigt, den er mit seinem Arzt besprechen sollte.

 

Zusätzlich zu diesem Seminar besteht die Möglichkeit, an abendlichen „Webinaren“ zu Krankheitsbildern oder Therapien teilzunehmen.

 

Voraussetzungen ATHINA-Zertifikat

 

Ein ATHINA-Zertifikat wird an die Teilnehmer verliehen, die das Schulungsseminar und vier Webinare absolviert haben. Eine weitere Voraussetzung ist die Bearbeitung von vier Patientenfällen in einem Zeitraum von vier Monaten.

 

Bitte beachten Sie, dass dies nur für hessische Kammermitglieder gilt. Die Ausstellung eines Zertifikates ist ebenfalls nur für Mitglieder der LAK Hessen möglich.

 

 

Hier finden Sie die aktuelle Liste der Personen, die bereits ein Athina-Zertifikat erhalten haben.


Die Zertifizierung ist für drei Jahre gültig.
Spätestens zwei Monate nach Ablauf Ihres Zertifikates ist es notwendig, folgenden Antrag zur Erneuerung des ATHINA-Zertifikates zu stellen:


Antrag Erneuerung ATHINA-Zertifikat

Übersenden Sie uns diesen bitte zusammen mit den geforderten Unterlagen.


Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an

Frau Hauser, Landesapothekerkammer Hessen,
Tel.: 069 979509 -14 oder
j.hauser@apothekerkammer.de

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