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Aktuelles | Archiv

Gesundheitsvorsorge

Gesundheitsvorsorge | 24.04.2017

Europäische Impfwoche 24.-28. April 2017

Die diesjährige Europäische Impfwoche steht unter der Überschrift „Impfungen wirken“. Obwohl Schutzimpfungen zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen zählen, sind beispielsweise Masern oder Keuchhusten heute wieder auf dem Vormarsch. Damit gefährliche Krankheiten durch hohe Impfquoten regional und schließlich weltweit ausgerottet werden, machen sich die Landesapothekerkammer Hessen und das Gesundheitsamt Frankfurt am Main in der Aktionswoche wieder gemeinsam für eine höhere Impfakzeptanz in der hessischen Bevölkerung – für alle Altersgruppen – stark.

Präventiv und wirksam

Mit modernen Impfstoffen können Menschen gegen jene hochansteckenden Krankheiten anhaltend geschützt werden, für die es keine Behandlungsmöglichkeiten gibt oder wo eine Behandlung häufig zu spät kommt. Schwerwiegende Folgeschäden lassen sich mit vorbeugenden Schutzimpfungen mit großer Sicherheit vermeiden. Treten nach einer Impfung Beschwerden wie Rötungen oder Schmerzen an der Impfstelle oder Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auf, zeigt dies die erwünschte Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Impfstoff. Diese Beschwerden klingen nach wenigen Tagen wieder ab. Nur in wenigen Fällen kommt es zu unerwünschten Arzneimittelnebenwirkungen, schwere Nebenwirkungen sind sogar sehr selten.

Die ganze Pressemitteilung lesen Sie hier:

http://www.apothekerkammer.de/presse/#p1

Information

Information | 17.03.2017

Projekt des ZAMS der Universität Leipzig zur Selbstmedikation

Das ZAMS - Zentrum für Arzneimittelsicherheit der Universität Leipzig hat sich im Rahmen eines bundesweiten Projektes zum Ziel gesetzt, bedarfsgerechte praxistaugliche Strategien für die Beratung in der Selbstmedikation in der öffentlichen Apotheke zu entwickeln.

Im Rahmen des in Kooperation mit der ABDA durchgeführten Projektes möchten wir bundesweit das pharmazeutische Personal in der öffentlichen Apotheke befragen. Auf diese Weise sollen die praktischen Einschätzungen, Erfahrungen und Bedürfnisse aus den Apotheken berücksichtigt werden.

Die Umfrage ist unter folgendem Link abrufbar: https://www.soscisurvey.de/BeratungApotheke/

Die Beantwortung der Fragen dauert etwa 30 Minuten. Alle Angaben werden sowohl anonym erhoben als auch ausgewertet und ausschließlich zu Studienzwecken genutzt.

Der geplante Befragungszeitraum der Umfrage wird vom 16. März bis 31. Mai 2017 sein.

Arzneimittelversorgung

Arzneimittelversorgung | 14.03.2017

Cannabis - was gilt es in der Apotheke zu beachten?

Am 10. März 2017 ist das sog. „Cannabisgesetz“ in Kraft getreten. Doch was gilt es, in der Apotheke zu beachten?

Bei einer Erstverordnung ist die Genehmigung der Krankenkasse nötig. Um diese muss sich der Patient bzw. der Arzt kümmern. Trotzdem empfiehlt es sich dringend, sich die Kostenübernahme von der Krankenkasse bestätigen zu lassen. Soll die Therapie sofort beginnen, geht dies nur über ein Privatrezept!

Derzeit sind im DAC vier Monographien inkl. Angaben zu Prüfung, Lagerung, Beschriftung etc. zu Cannabis enthalten:

• „Cannabisblüten, Cannabis flos (C-053)“,
• „Eingestelltes, raffiniertes Cannabisölharz (C-054)“,
• „Cannabidiol (C-052)“ und
• „Dronabinol (D-100)“. 

Auch im NRF finden sich bereits die Rezepturvorschriften für

• „Dronabinol-Kapseln 2,5 mg / 5 mg / 10 mg (NRF 22.7.)“ und
• „Ölige Dronabinol-Tropfen 25 mg/ml (NRF 22.8.)“. 

Als Vorabpublikation sind auch schon die Vorschriften zu

• „Ölige Cannabisölharz-Lösung 25 mg/ml Dronabinol (NRF 22.11.)“,
• „Cannabisblüten zur Inhalation nach Verdampfung (NRF 22.12.)“,
• „Cannabisblüten in Einzeldosen zur Inhalation nach Verdampfung (NRF 22.13.)“, „Cannabisblüten zur Teezubereitung (NRF22.14.)“,
• „Cannabisblüten in Einzeldosen zur Teezubereitung (NRF 22.15.)“ und
• „Ethanolische Dronabinol-Lösung 10 mg/ml zur Inhalation (NRF 22.16.)“

auf der DAC/NRF-Internetseite verfügbar (http://dacnrf.pharmazeutische-zeitung.de/).

Die Verordnung von Cannabis fällt unter das Betäubungsmittelgesetz, somit gelten die Regeln zur Belieferung eines BtM-Rezepts inklusive der daraus entstehenden Dokumentationspflichten! Einzige Ausnahme: Die Vorschrift „Ölige Cannabidiol-Lösung 50 mg/ml (NRF 22.10.)“, fällt nicht unter das BtMG.

Wieviel darf verschrieben werden?

Die Höchstmenge für Cannabis-Blüten beträgt 100 g für 30 Tage. Wird diese Menge überschritten, muss das Rezept mit „A“ gekennzeichnet sein. Der Gehalt an Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) in den Cannabis-Blüten ist hierfür das entscheidende Maß. Es kann aber vorkommen, dass dem Patienten verschiedene Cannabis-Sorten parallel verordnet werden. Der Arzt muss daher auf dem BtM-Rezept auch explizit die betreffenden Sorten vermerken. So ist z. B. auch zulässig, jeweils 50 g der Sorten Bedrocan und Bedica zu verordnen.

Was ist außerdem bei Verschreibungen zu beachten?

Der Arzt ist nicht dazu verpflichtet, NRF-Rezepturen zu verordnen! Er kann auch die unzerkleinerte Droge (in dem Fall die Blüten) aufschreiben. Diese werden inhaliert oder oral aufgenommen. Zur Inhalation empfiehlt sich die Verwendung eines elektrischen Verdampfers. Derzeit sind in Deutschland zwei zertifizierte Medizinprodukte zugelassen (Volcano Medic, Vaporisator Mighty Medic). Auch die Zubereitung eines Tees ist möglich.

Bei der Erstverordnung muss der Apotheke die Gebrauchsanweisung schriftlich vorliegen, diese muss auf der Packung vermerkt werden. Bei Folgerezepten sollte die Dosierung auf dem Rezept vermerkt sein.

Eine Verordnung über Dronabinol (= THC, Reinsubstanz), bezieht sich i. d. R. auf die beiden NRF-Rezepturen 22.7 und 22.8 (s. o.). 

Wie und wo kann Cannabis bezogen werden?

Cannabis-Blüten können als Importe aus den Niederlanden und Kanada bezogen werden. Die Fagron GmbH & Co. KG sowie die Pedanios GmbH stehen als Händler zur Verfügung. Beim BfArM können Sie erfahren, welche Cannabis-Sorten aktuell zur Verfügung stehen:

http://www.bfarm.de/DE/Bundesopiumstelle/Cannabis/_node.html.
Bitte beachten Sie jedoch, dass Fragen zur Anwendung nicht durch die Bundesopiumstelle beantwortet werden! 

Was ist für das Beratungsgespräch zu beachten?

Die Anwendung muss immer unter gleichen Bedingungen (Essen, Tageszeit) stattfinden.
Die richtige Dosis muss langsam auftitriert werden. Aus Sicherheitsgründen sollte der Patient zu dieser Zeit kein Fahrzeug führen, da vor allem zu Beginn der Therapie häufig Nebenwirkungen auftreten. Diese werden jedoch mit der Zeit besser: es kommt zu Schwindelgefühlen und Müdigkeit, aber auch Blutdruckabfall, Mundtrockenheit, Muskelentspannung, verstärkter Appetit und psychotrope Wirkungen können auftreten. 

Bei Persönlichkeitsstörungen, psychotischen Erkrankungen, schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schwangerschaft und Stillzeit ist Cannabis kontraindiziert.
Wechselwirkungen treten mit Substraten des Cytochrom-P450-Systems auf.
Schwindelgefühl, Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Tachykardie oder Bradykardie mit Hypotonie können Symptome einer Überdosierung sein.

Zur weiteren Information steht auf der Homepage der ABDA im geschützten Bereich eine FAQ-Sammlung zu Cannabis zur Verfügung, die regelmäßig aktualisiert wird (www.abda.de).

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